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Arbeitsrecht Kündigung: Wie Sie ihre Abfindung sichern

Deutschlandweit sinken Gehälter und Boni im rasanten Tempo. Für die Abfindungsverhandlungen müssen Arbeitnehmer sich wappnen, denn bei einer Trennung drohen deutliche Einbußen. Vor allem Führungskräfte sind betroffen. Handelsblatt.com zeigt, wie Mitarbeiter richtig verhandeln und ihre Abfindung sichern.
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Trauriger Abschied: Die Abfindungen könnten in den nächsten Jahren sinken. Quelle: Volkmar Schulz / Keystone Presse

Trauriger Abschied: Die Abfindungen könnten in den nächsten Jahren sinken.

DÜSSELDORF. Die fetten Jahre sind vorbei, zumindest wenn es um das monatliche Einkommen geht. "Führungskräfte müssen in diesem Jahr mit einer deutlich niedrigeren Vergütung rechnen", sagt Alexander von Preen, Partner bei der Managementberatung Kienbaum. Alle Branchen sind betroffen.



Vor allem die variablen Gehaltsbestandteile schmelzen dahin. Boni die an Gewinn oder Umsatzziele gekoppelt sind sinken wegen schlechter Geschäftszahlen. Aktienoptionen verlieren wegen der Baisse in den letzten Monaten am Wert. "In diesem Jahr rechnen wir im Schnitt mit einer Reduktion von 20 bis 25 Prozent", sagt von Preen.

Damit nicht genug. Das Grundgehalt stagniert. Bestenfalls. "In einigen Unternehmen wird auch dort über eine Reduktion verhandelt", sagt von Preen. Der übliche Abschlag liegt in solchen Fällen bei zehn Prozent.

Die herben Einschnitte mögen manche Manger für ein oder zwei Jahre verkraften. Ein echtes Problem wird das Minus aber, sobald eine Kündigung droht. "Wenn Gehälter und Boni gekürzt werden, sinkt auf mittlere Sicht auch die Abfindung", sagt Christoph Abeln, Inhaber der gleichnamigen Berliner Kanzlei. Denn die Höhe der Abfindung orientiert sich meist an dem Jahreseinkommen, und dazu gehört auch der jährliche Bonus. "Bei langjährigen Mitarbeitern liegt der Fehlbetrag dann schnell in einem hohen sechsstelligen Bereich", sagt Abeln.

Selbst verdiente Leistungsträger stecken jetzt in der Zwickmühle. Die Frage lautet: Gehen oder bleiben. Da auf absehbare Zeit viele Unternehmen keine oder nur geringe Boni zahlen, empfiehlt es sich jetzt zu gehen. In einem oder zwei Jahren werden sich die gekürzten Zulagen auf die Höhe einer möglichen Abfindung auswirken. Wer weiß, ob die eigene Abteilung dann noch in der jetzigen Form besteht. "Manche Unternehmen spielen aktuell auf Zeit, denn sie können damit ihre Liquidität schonen und künftig Mitarbeiter günstiger gehen lassen", sagt Abeln.

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