Arbeitsrecht „Ski-Langlauf gilt nicht gerade als Extremsport“

Nicht nur Angela Merkel und Michael Schumacher verunglückten auf Skiern. Nach dem Weihnachtsurlaub fehlen zahlreiche Mitarbeiter wegen Sportverletzungen. Zwei Anwälte erklären, wann solche Unfälle den Job kosten können.
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Eingeschränkt arbeitsfähig: Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Skiunfall. Quelle: Reuters

Eingeschränkt arbeitsfähig: Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Skiunfall.

(Foto: Reuters)

Herr Abeln, Herr Repey, der schwere Unfall von Michael Schumacher und der Knochenbruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigen einmal mehr die Gefahren des Skisports…
Abeln: … wir haben die Meldungen mit großer Anteilnahme verfolgt und wünschen gute Besserung!

Jedes Jahr gibt es hunderte Unfälle auf Pisten und Loipen. Finden Sie es als Fachanwälte für Arbeitsrecht und Berater von Führungskräften eigentlich angebracht, dass Personen in exponierter Position wie der Bundeskanzlerin ihre Gesundheit riskieren?
Repey: Aber ja. Ski-Langlauf gilt ja nicht gerade als Extremsport, Frau Merkel ist ja nicht mit weißen Haien schwimmen gegangen. Der Sturz soll ja auch bei geringer Geschwindigkeit passiert sein. Solcher Sport ist gut für die Gesundheit, das ist wichtig für Personen in Führungspositionen.

Christoph Abeln, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Rechtsanwalt, Inhaber der Kanzlei Abeln, berät leitende Angestellte, Geschäftsführer und Vorstände Quelle: Pressebild

Christoph Abeln, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Rechtsanwalt, Inhaber der Kanzlei Abeln, berät leitende Angestellte, Geschäftsführer und Vorstände

(Foto: Pressebild)

Dürfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern wegen des Verletzungsrisikos Skifahren verbieten?
Abeln: In der Regel nicht. Arbeitsrechtlich gilt Skifahren als „sozial adäquater“ Sport. Das bedeutet, dass Mitarbeiter sich keine Verfehlung zuschulden kommen lassen, wenn sie sich dabei verletzen.

Man hört immer wieder von Klauseln in Verträgen von Vorständen oder Sportlern, die trotzdem das Skifahren einschränken.
Repey: Solche Klauseln kann es geben. Sie dürften aber oftmals unwirksam sein. Das Gesetz verbietet keine gesellschaftlich verbreiteten Sportarten wie etwa Skifahren. Nur wenn eigenes „Verschulden“ die Ursache für einen Unfall wäre, könnten Mitarbeiter mit Nachteilen rechnen.

Wann greift eigenes Verschulden?
Repey: Wenn sich Mitarbeiter etwa grob fahrlässig oder sogar mit Vorsatz selber verletzen. Um beim Ski zu bleiben: Das könnte etwa der Fall sein, wenn jemand betrunken, abseits der Piste in einem ausgewiesenen Lawinengebiet einen Unfall erleidet. Gerichtsurteile, die gegen Arbeitnehmer ausfallen, sind aber extrem selten und eher aus anderen, gefährlicheren Sportarten bekannt.

Wann Mitarbeiter ihren Job riskieren
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3 Kommentare zu "Arbeitsrecht: „Ski-Langlauf gilt nicht gerade als Extremsport“"

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  • Da in dem Famenzen Kabinett neimand gedient hat wurde wenigstens nicht geschrieben "bis zum letzten Atemzuge"(/"bis zur letzten Patrone") und "fürs Vaterland GEFALLEN" ... ;o)

    http://central.banktunnel.eu/20140107-bez-berliner-zeitung-merkel-gestuerzt.jpg
    http://sch-einesystem.tumblr.com/post/72493537832

    http://www.pi-news.net/2011/03/spd-zeigt-seehofer-wegen-volksverhetzung-an/

  • Frau Merkel hat bei dem Versuch, sich vom Nichtstun auszuruhen einen Po-Falla gemacht. Ich fürchte, sie wird zurückkommen.

  • Es kommt wie immer auf die Sichtweise und nicht zuletzt auf die persönlichen Fähigkeiten an. Für mache unserer Artgenossen ist ein Fallschirmsprung so weit entfernt wie eine Mondlandung. Für diese ist aber nicht nur Fallschirmspringen, sondern auch Skifahren oder Langlaufen, ja vielmehr jede Sportart extrem, was das Verletzungsrisiko angeht.
    Blue skies!

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