Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Arbeitsrecht und Karriere Wie sich Mitarbeiter bezahlten Urlaub sichern können

Seite 4 von 6:
Sabbatical – Chance für Bildungshungrige und Tagträumer
Strandkörbe an der Ostsee: Auszeit nehmen, Gedanken ordnen. Quelle: dapd

Strandkörbe an der Ostsee: Auszeit nehmen, Gedanken ordnen.

(Foto: dapd)

Ein Sabbatical ist eine besondere Form der Teilzeitarbeit oder ein Langzeiturlaub. Ähnlich wie in der Altersteilzeit gibt es Modelle mit Ansparphase, in der der Mitarbeiter das Recht auf freie Tage erwirbt und eine Freizeitphase, in der diese genommen werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen sich auf eine Grundarbeitszeit und die Gehaltshöhe. Außerdem regeln beide Parteien die Ansparzeit, die über die Grundarbeitszeit hinaus zu erbringen ist. 

So können Arbeitgeber und Arbeitnehmer beispielsweise 20 bezahlte Stunden pro Woche Grundarbeitszeit und zwanzig Stunden Ansparzeit vereinbaren. Der Arbeitnehmer arbeitet während dieser Zeit also 40 Stunden in der Woche, bekommt aber nur 20 Stunden vergütet. Wenn genügend Freizeitguthaben angesammelt ist, wird dieses als Sabbatical abgebummelt. Die Dauer und die Vergütung der Auszeit richten sich nach der auf dem Ansparkonto gesammelten Zeit. Eine weitere Variante ist ein unbezahlter Langzeiturlaub – also eine Auszeit vom Job, ohne dass vorher ein Zeitguthaben angespart wurde. 

Einen rechtlichen Anspruch auf ein Sabbatical haben Arbeitnehmer nicht. Daher müssen die Bedingungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Das ist nicht unkompliziert. Es geht, um nur einige Punkte zu nennen, um die Länge der Ansparphase, die Grundarbeitszeit und die Vergütung, die Ankündigungsfrist, nach der das Sabbatical genommen werden kann, die Verfügbarkeit während des Sabbaticals bei unternehmenswichtigen Entscheidungen, vorzeitige Rückkehrmöglichkeiten, Kündigungsausschluss oder Verlängerung der Kündigungsfristen und die genaue Regelung für den Einsatz nach der Rückkehr. Bei Führungskräften geht es zudem um viel Geld. Sofern sie die Bedingungen individuell aushandeln, lohnt es sich in der Regel, einen Anwalt hinzuziehen. 

Einige Arbeitgeber haben allerdings auch einheitliche Standards für die Inanspruchnahme eines Sabbaticals festgelegt. An diesen kollektiven Vorgaben können sich Arbeitnehmer orientieren und kommen so in den Genuss eines standardisierten Verfahrens, in dem alle wichtigen arbeitsrechtlichen Punkte berücksichtigt werden. Einen Anspruch darauf haben Arbeitnehmer aber nicht.

Erziehungsurlaub – Genug Zeit fürs Kind
Seite 123456Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Arbeitsrecht und Karriere: Wie sich Mitarbeiter bezahlten Urlaub sichern können"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Meines Erachtens stimmt die Aussage auf Seite 5 nicht:
    Auch für den Fall, dass das Geld knapp werden sollte hat der Gesetzgeber vorgesorgt. Während der Elternzeit ist eine Teilzeit-Tätigkeit bis zu 30 Stunden pro Woche möglich.

    Wenn man in der Elternzeit einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht, wird das Elterngeld entsprechend gekürzt, sodass man in jedem Fall max. 65 % des letzten Gehalts bekommt.
    Würde mich freuen, wenn der Autor dazu Stellung bezieht.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%