Auto-Verkauf Privatleute dürfen nicht Schummeln

Auch Privatleute müssen zu ihrem Wort stehen. Wer sein Auto trotz Schäden als „Unfallfrei“ verkauft, haftet für seine Lüge. Das hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil entschieden.
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Wird eine „Unfallfreiheit“ vertraglich zugesichert, ist sie auch bindend. Quelle: gms

Wird eine „Unfallfreiheit“ vertraglich zugesichert, ist sie auch bindend.

(Foto: gms)

Karlsruhe Wer bei einem Autokauf seinen Gebrauchtwagen als „unfallfrei“ in Zahlung gibt, haftet dafür, wenn später doch Schäden am Fahrzeug entdeckt werden. Wird eine „Unfallfreiheit“ vertraglich zugesichert, ist sie auch bindend, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Mittwoch verkündeten Urteil entschied. (Az: VIII ZR 117/12)

Im aktuellen Fall hatte der Beklagte beim Kauf eines Neuwagens seinen gebrauchten Audi A 6 in Zahlung gegeben, dabei aber verschwiegen, dass der Wagen einen Unfallschaden in Höhe von 3000 Euro hatte, der nicht fachgerecht repariert worden war.

Der Schaden war erst bemerkt worden, nachdem der Autohändler den Audi an einen anderen Kunden teurer weiterverkauft hatte. Weil der den Kauf mit dem Händler wegen des Schadens dann rückabwickelte, muss laut Urteil der Erstbesitzer dem Händler nun diesen höheren Verkaufspreis erstatten, bekommt sein altes Auto zurück und bleibt auf dem finanziellen Schaden sitzen.


  • afp
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