Betrugsprozess S&K-Richter machen Tempo

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Unterschiedliche Strategien
Die legendären Partys der S&K-Chefs
Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Die beiden Gründer der Frankfurter Immobiliengruppe S+K, Stephan Schäfer und Jonas Köller, sind derzeit in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihnen vor, betrügerisch erlangten beziehungsweise veruntreuten Anlagegelder hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet zu haben. Die Beschuldigten bestreiten bisher die Vorwürfe.

Es geht um einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Die Wirtschaftswoche hatte bereits Ende Januar 2013 vor den Aktivitäten gewarnt.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Stephan Schäfer und Jonas Köller (Foto) feierten gern.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Jonas Köller in eindeutiger Pose.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Stephan Schäfer und Jonas Köller zeigten sich gerne mit schönen Frauen

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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S&K-Chef Jonas Köller posiert gerne mit Models und Luxuskarossen.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Die beiden S&K-Chefs Stephan Schäfer (links) und Jonas Köller auf einer Party.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
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Die Partys der S&K gelten als legendär. Auch der eine oder andere Finanzberater wird eingeladen. In der Szene kursieren Unmengen an Fotos von den Veranstaltungen.

Noch dazu, so die Argumentation der Richter, könnten zusätzliche Anklagepunkte nur mit Zustimmung der Angeklagten Teil des Verfahrens werden. Doch der Hamburger Unternehmer Thomas G. habe sich bereits klar dagegen ausgesprochen. Auf den Beschluss der Kammer reagierten die Verteidiger sehr unterschiedlich. Abseits der Verhandlung begrüßten die Anwälte von Thomas G. die Entscheidung. Dies entspreche dem Beschleunigungsgrundsatz, denn die Alternativen hätten das Verfahren erneut erheblich verzögert – 600 Seiten noch einmal zu verlesen hätte mindestens einen Monat gedauert.

Wie die Abtrennung des Verfahrens schließlich in der Praxis aussehen könnte, ist ungewiss. Möglicherweise wird sich das Gericht erst nach Abschluss der Hauptverhandlung damit beschäftigen. Ein anderes denkbares Szenario: Das Gericht könnte das Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt einstellen, dann wäre es so als hätte es die Vorwürfe nie gegeben. Genau darauf könnten die Verteidiger von Thomas G. spekulieren.

Ganz anders fiel jedoch die Reaktion von Hauke B., dem anderen Hamburger Unternehmer, aus. Er forderte in einem selbst vorgetragenen Antrag, dass die beiden fraglichen Anklagepunkte doch auch in Bezug auf seine Person in diesem Verfahren verhandelt werden. Über diesen Wunsch habe er sich mit seiner Verteidigerin beraten. Seine beiden anderen Verteidiger distanzierten sich unterdessen von diesem Antrag und gaben an, ihn nicht dahingehend beraten zu haben.

Würde es zu einer Verfahrensverzögerung kommen, würden einige Verteidiger wohl prompt Anträge auf Hafterleichterung oder gar Entlassung aus der Untersuchungshaft stellen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht überraschend, dass die Richter den Antrag des Hamburgers nach einer Beratungspause zurückwiesen – erneut mit Verweis auf den Beschleunigungsgrundsatz.

Auch am letzten Verhandlungstag vor Weihnachten ging es also mal wieder nicht um Inhalte, sondern um Verfahrensfragen. Der Vorsitzende Richter Alexander El Duwaik blieb derweil gewohnt gelassen, auch wenn einige Anwälte teils redundante Vorträge vorbrachten und zeitweise gar nicht mehr erkennbar war, welchen Angeklagten sie denn nun verteidigen wollten – so etwa, als die Verteidiger von Schäfer dem Hamburger Unternehmer Hauke B. zur Seite sprangen.

Einmal mehr betonte El Duwaik, dass ihm an einem „beschleunigten und gedeihlichen Verfahren“ gelegen sei. Dazu passte dann auch, dass er die Staatsanwaltschaft am Nachmittag, gegen drei Uhr, noch einmal bat, die Verlesung der Anklage fortzusetzen. Auf Seite 1683 ging es weiter. Die danach verbliebenen Seiten könnten an ein bis zwei weiteren Verhandlungstagen bewältigt werden. Weiter geht es nun aber erst nach Weihnachtspause, am 11. Januar.

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