Bezahlen mit dem Handy Payback Pay – ein Erfahrungsbericht

Haben Sie an der Kasse schon mal mit dem Smartphone bezahlt? Ich bis vor kurzem auch nicht, doch nun habe ich die neue Payback App getestet. Für das vermeintlich kostenlose Angebot zahlt der Kunde einen hohen Preis.
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Smartphone-Ansicht nach dem erfolgreichen Bezahlen mit Payback Pay. Quelle: Payback
Payback App

Smartphone-Ansicht nach dem erfolgreichen Bezahlen mit Payback Pay.

(Foto: Payback)

FrankfurtAn der Kasse mit dem Smartphone zahlen – das kannte ich bisher nur in der Theorie. Und offen gestanden war ich einigermaßen skeptisch: Welchen Unterschied sollte es machen, ob ich dem Kassierer meine Bankkarte rüberreiche (ja, ich bin ein Bargeld-Muffel) oder mein Mobiltelefon zücke? Die neue Payback-App mit Bezahlfunktion hat mich aber neugierig gemacht und ich habe sie getestet.

Die erweiterte App von Deutschlands führendem Bonusprogramm ist seit dem 31. Mai für iPhones und Android-Geräte verfügbar. Wie in der Vorgängerversion lassen sich darüber die aktuellen Coupons aktivieren – zum Beispiel 5fache Punkte auf den gesamten Einkauf oder 20fache Punkte für den Kauf bestimmter Produkte. Neu ist: Die Payback-Karte kann in Form eines Strichcodes auf dem Smartphone angezeigt werden – das ersetzt die Bonuskarte im Portemonnaie. Und: Dank Payback Pay kann man einen QR-Code zum Bezahlen generieren.

Die dm-Drogeriemärkte sind der erste Payback-Partner, bei dem das Bezahlen per Payback Pay seit dem 1. Juni möglich ist. Im Juli soll die Supermarktkette Real folgen und im Herbst Partner wie Aral, Galeria Kaufhof, Rewe und Alnatura. Vor dem Praxistest in der Drogerie muss ich auf meinem Android-Smartphone meine alte Payback-App aktualisieren – über den Google Play-Store ist das schnell gemacht. Neu ist nun die Umstellung der Login-Daten. Bislang reichte die Kundennummer plus Postleitzahl und Geburtsdatum, jetzt muss ich ein neues Passwort kreieren. Ich bekomme eine Bestätigungsmail, fertig.

Die neue App ist aktiv. Um damit bezahlen zu können, muss ich Payback – beziehungsweise seinem Dienstleister Intercard – ein SEPA-Lastschrift-Mandat erteilen. Auch das ist schnell erledigt, denn meine Adressdaten sind bereits hinterlegt und ich muss lediglich meine Kontodaten in Form der IBAN eingeben. „Glückwunsch! Ab sofort sicher mobil bezahlen und punkten“, zeigt die App an und zugleich erhalte ich eine E-Mail mit einer Bestätigung des SEPA-Mandats. Jetzt lege ich noch eine vierstellige PIN fest und es kann losgehen.

Egal, in welcher Rubrik der App man sich befindet, unten rechts ist immer ein blauer Kreis mit Karten- und Euro-Symbol zu sehen. Einmal Draufklicken öffnet die Auswahl „Payback-Karte“ oder „Bezahlen und Punkten“. Wähle ich letzteres, folgt die PIN-Abfrage und ein QR-Code erscheint. Laut Payback wird immer ein neuer QR-Code generiert, der aus Sicherheitsgründen nur eine Zeit lang gültig sei. Auf eine Internet-Verbindung ist der Kunde dabei nicht angewiesen. Das bestätigt ein einfacher Test: Ein Code erscheint auch dann, wenn sich das Smartphone im Flugzeugmodus befindet.

Tests in drei dm-Filialen
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5 Kommentare zu "Bezahlen mit dem Handy: Payback Pay – ein Erfahrungsbericht"

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  • Zum Glück habe ich kein Smartphone.
    Mein gutes altes Nokia muss ich dafür nur einmal in der Woche laden.

  • Gründen sie eine ein Euro Gesellschaft irgendwo in der EU, dann können sie praktisch namenlos bezahlen.

  • @Herr Günther Schemutat
    quack. Deutschland ist noch Dekaden entfernt die Kreditkartenzahlung generell einzuführen.
    NFC ist bei vielen noch immer gesperrt oder wird abgelehnt, weil es zu teuer für die Verkäufer ist (DM, etliche Tankstellen oder auch bei H&M).
    Geschweige denn die Zahlung per App.
    Aufm Land gibts noch immer schlechtes DSL, geschweige denn ein gutes Handynetz fürs Internet.
    Zu allererst wird NFC der nächste Schritt werden und das dauert noch viele Jahre. Der Rest kommt dann irgendwann später.

  • Solange ich keine Kreditkartendaten hinterlegen kann, werde ich nicht damit bezahlen.
    Alternativ müsste es noch die Funktion geben: 1. Mit Punkten zahlen, 2. dann den Rest per Kreditkarte.
    Alles andere lohnt nicht oder ist genau so aufwendig wie per Karte zahlen.

  • Der Weg ist klar, irgendwann wird das Geld abgeschafft um die Bürger rundum zu kontrollieren. Gerade wollte ich ein 10,- Strafmandat in SH Bar bezahlen , sollte aber zwischen 12,- und 15 .- Euro Gebür bei Banken bezahlen. Ein Anruf bei der Bußgeldstelle
    wo man die 10,- Euro Strafe ohne Kosten bezahlen könnte, ergab nirgendwo nur mit eigenen Konto oder mit Hilfe bei Verwandten oder Freunden wenn man kein Konto hat. Prima nun gibt es Streit mit SH. Nicht einmal die Stadtkassen oder Polizeidienststellen dürfen Geld annehmen.

    Irgendwann wird auch nur noch mit Smartphone bezahlt werden können und alle die kein Smartphone haben oder wollen , werden ausgegrenzt.

    Schöne neue Welt unter Aufsicht der Gerechtigkeitsparteien.

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