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Bitcoin-Plattforn Chef von MtGox angeklagt

Wegen Datenmanipulation und Veruntreuung von Kundengeldern in Millionenhöher ist der Chef der gescheiterten Bitcoin-Plattform, Mark Karpelès, in Japan angeklagt worden. Karpelès hingegen beteuert weiter seine Unschuld.
11.09.2015 - 09:44 Uhr
Anfang August war der 30-Jährige festgenommen worden, jetzt wurde offiziell Anklage erhoben. Quelle: dpa
Mark Karpelès

Anfang August war der 30-Jährige festgenommen worden, jetzt wurde offiziell Anklage erhoben.

(Foto: dpa)

Tokio Der Anfang August in Japan festgenommene Chef der gescheiterten Bitcoin-Plattform MtGox, Mark Karpelès, ist offiziell wegen Datenmanipulation und Veruntreuung von Kundengeldern angeklagt. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Der 30-Jährige war Anfang August festgenommen worden; die Untersuchungshaft war nach drei Wochen wegen neuer Vorwürfe verlängert worden.

MtGox hatte im Februar 2014 den Tausch von Bitcoins in reale Währungen ausgesetzt, kurze Zeit später meldete die Handelsplattform Konkurs an. Die Ermittler versuchen, das Verschwinden von 850.000 Bitcoins im vergangenen Jahr mit einem Wert von 350 Millionen Euro aufzuklären. Karpelès soll 2013 Daten auf der Handelsplattform verändert und so künstlich eine Million Dollar geschaffen haben. Zudem soll er 321 Millionen Yen (2,3 Millionen Euro) veruntreut haben.

Vom Spielgeld zum Investment
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Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind Einheiten einer digitalen Währung. Es sind keine Scheine oder Münzen, sondern verschlüsselte Datenblöcke, die von Nutzer zu Nutzer übertragen werden. Bitcoins gibt es bereits seit 2009. Die Idee dahinter war, Geldtransaktionen nicht über eine Bank, sondern anonym und dezentral im Internet abzuwickeln.

Quelle: bitcoin.de

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Wie funktioniert das Internetgeld?

Jeder Bitcoin-Nutzer erhält einen öffentlichen und einen privaten Bitcoin-Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel sendet und empfängt er die digitale Währung, mit dem privaten autorisiert er die Transaktionen. Die Daten werden dabei zufällig generiert, der Benutzer bleibt also anonym.

(Foto: dpa)
Unbenannt
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Wo bekomme ich Bitcoins?

Der einfachste Weg, an Bitcoins zu kommen, ist sie über eine Bitcoin-Börse zu erwerben. Etwa 60 Bitcoin-Umschlagplätze gibt es weltweit, in Deutschland sind bitcoin.de, Mt.Gox und BitMarket einige der Anbieter. Dort tauschen Menschen, die die Taler besitzen, die digitale Währung gegen reales Geld. Inzwischen können Nutzer auch über Geldautomaten Bargeld gegen Bitcoins tauschen. Die ersten stehen in  Kanada, Schweden, Finnland und in den USA.

Quelle: lamassu.is

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Wie werden Bitcoins geschöpft?

Anders als bei gewöhnlichem Geld gibt es keine Zentralbank, die Bitcoins ausgibt. Stattdessen können Nutzer mittels der eigenen Rechner Bitcoins generieren. Allerdings dauert das eine Weile: So würde ein normaler Computer für die Schöpfung von 50 Bitcoins rund ein Jahr brauchen.

(Foto: dpa)
Karte mit Automaten2
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Wo kann man mit Bitcoins bezahlen?

Der Bezahldienst Bitpay allein zählt rund 12000 Unternehmen, die Bitcoins als Zahlungsart akzeptieren, besonders viele davon in Europa und den USA.

Bitcoin im Graefekietz
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Auch einige deutsche Unternehmen nehmen die neue Währung an, etwa Cafés und Restaurants. So können Kunden derzeit bei mehr als 40 Berliner Shops mit Bitcoins bezahlen.

(Foto: dpa)
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Warum boomt der Handel mit dem Internetgeld?

Noch vor einem Jahr waren Bitcoins so gut wie nichts wert. Ende 2013 änderte sich das: Binnen weniger Wochen stieg der Kurs schlagartig an: So war ein Bitcoin Ende November rund 731 Euro wert. Zum Vergleich: Im Januar kostete er gerade einmal elf Euro. Der Preis steigt, weil die Nachfrage nach der Währung schneller wächst als die Anzahl der Bitcoins. So hat sich die Menge von Bitcoin-Adressen seit Februar vergangenen Jahres versechsfacht.

Quelle: bitcoin.de

Karpelès weist die Vorwürfe Berichten zufolge zurück. Nach seinen Angaben ist MtGox Opfer von Hackerangriffen geworden. Ihm drohen fünf Jahre Gefängnis. Der Franzose lebt seit einigen Jahren in Japan und hatte im Jahr 2011 die Mehrheit an MtGox gekauft.

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    Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen wurde sie von einem unbekannten Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet – der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.

    • afp
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