Carsten Rodbertus Ex-Chef von Prokon steht vor der Privatinsolvenz

In einem Schreiben an die Prokon-Anleger hat sich der Gründer des Windenergieunternehmens offenbart. Immer mehr Anleger würden ihn auf Schadenersatz verklagen, ihm drohe die Privatinsolvenz.
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Prokon-Gründer Carsten Rodbertus im Gespräch mit Anlegern: Erneute E-Mail an die Aktionäre. Quelle: dpa

Prokon-Gründer Carsten Rodbertus im Gespräch mit Anlegern: Erneute E-Mail an die Aktionäre.

(Foto: dpa)

DüsseldorfProkon-Gründer Carsten Rodbertus steht nach eigenen Angaben vor der Privatinsolvenz. Wie die Wirtschaftswoche berichtete, hat sich der langjährige Chef des umstrittenen Windenergieunternehmens vor wenigen Tagen in einer E-Mail an die Prokon-Anleger gewandt: „Zu meiner Privatinsolvenz gibt es voraussichtlich keine Alternative“, schrieb Rodbertus.

Auch zu den Gründen nahm er Stellung: „Immer mehr Anleger werden durch Beratungen der Anlegeranwälte motiviert, mich privat auf Schadenersatz zu verklagen.“ Zugleich betonte Rodbertus, er habe sich nie persönlich bereichert, sondern ebenfalls „alle meine Ersparnisse und meine vollständige Rente bei Prokon in Genussrechten angelegt.“ Ein Grund, „weshalb die Privatinsolvenz noch nicht eingeleitet wurde, ist der Umstand, dass ich meinen Wohnsitz verlegen werde“, so Rodbertus.


Prokon hatte bereits im Januar Insolvenz angemeldet. Bei einer Gläubigerversammlung Ende Juli hatte Rodbertus vergeblich versucht, wieder Einfluss auf die weiteren Entwicklungen der Firma zu nehmen. Tausende Anleger konnten über die Zukunft des Unternehmens abstimmen, die Mehrheit der Gläubiger bestätigte den Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin und stimmte seinem vorläufigen Sanierungsplan zu.

Er hoffe, sich im nächsten halben Jahr „hoffentlich in Ruhe der Sanierungsarbeit zuwenden zu können“, sagte Penzlin damals.

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5 Kommentare zu "Carsten Rodbertus: Ex-Chef von Prokon steht vor der Privatinsolvenz"

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  • Immerhin steht er persönlich gerade.
    Andere verstecken sich hinter Aktien- oder anderen Gesellschaften und erfreuen sich an vielfacher persönlicher Bereicherung mit einem Modell, welches auf EEG-Subventionen basierend am Ende nur scheitern konnte.

    Die ewigen Verlierer - Steuerzahler nämlich - werden ihre gigantischen Verluste jedenfalls so und so nicht erstattet erhalten

  • DAs wird ja weiter gehen. Juwi wird es als nächstes treffen.
    Wenn man sich mal vor Augen führt, dass zwei Drittel aller Windkraftanlagen Verlust machen, so wird klar, dass die Stadtwerke und Städte bald alle Investitionen zurückfahren werden. Die Energiewende ist ein finanzielles Desaster. Es wurden Windparks gebaut auf völlig übertriebenen Umsatzprognosen. Betrügerische Windprognosen von den Windkraftfirmen wie Prokon oder Juwi frisiert. Jetzt machen die Stadtwerke teilweise bis zu 20% negative Rendite im Jahr.
    Leute das alles wird noch richtig Geld kosten. Die EEG Umlage sind hierbei nur Peanuts.
    https://www.youtube.com/watch?v=6DQFToMfpLk

  • Das System von Prokon war schon eher ein Schneeballsystem.
    Ich gebe Ihnen Recht, dass die Anleger genauso eine Mitschuld trifft, aber Rodbertus ist ein Betrüger.

  • Auf's falsche Pferd gesetzt und verloren, dass passiert eben. Jetzt muss natürlich wieder geklagt werden, logisch.

    Was die Anleger wollten, war eine Garantierendite zu Lasten aller Elektrizitätsverbraucher. Wenn man dann auch noch Genüsse zeichnet muss man sich wohl nicht wundern, wenn alles verloren gehen kann. Gerade deswegen sollte man ja auch nicht alles aufs selbe Pferd setzen.

  • Die ganze Erneuerbare Energiebranche ist und bleibt eine Mafiabranche. Wer sein Geld dort investiert hat, der muss froh sein, wenn er es überhaupt wieder zu sehen bekommt. Die Energiewende basiert nicht auf der Marktwirtschaft, sonderen auf einen perfiden und asozialen EEG! Die Erneuerbaren Energien war und bleiben in der Marktwirtschaft ein Nischenprodukt. Solarworld betreibt auch schon seit Jahren Insolvenzverschleppung.

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