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Deutsche Post AG Post-Zustellerin klagt sich in unbefristeten Arbeitsvertrag

88 Zeitverträge, 17 Jahre und eine Klage dauerte es, bis eine Post-Zustellerin von der Deutschen Post AG eine unbefristete Stelle erhielt. Allerdings ist der neue Arbeitsvertrag noch nicht unter Dach und Fach.
13.06.2014 - 14:55 Uhr Kommentieren
Die ehemalige Postbotin Anja Helffenstein: Im Streit um ihre befristete Beschäftigung über 17 Jahre hinweg hat es überraschend eine Einigung mit der Post gegeben. Quelle: dpa

Die ehemalige Postbotin Anja Helffenstein: Im Streit um ihre befristete Beschäftigung über 17 Jahre hinweg hat es überraschend eine Einigung mit der Post gegeben.

(Foto: dpa)

Schwerin Nach insgesamt 88 Zeitverträgen über eine Dauer von 17 Jahren will die Post einer Zustellerin jetzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag anbieten. Der Prozess um eine Klage der Frau aus Mecklenburg-Vorpommern endete am Freitag am Arbeitsgericht Schwerin überraschend mit einem Vergleich. Die Post AG bot der 41-Jährigen dabei ein unbeschränktes Arbeitsverhältnis ab dem 1. Juli an.

Die Beschäftigte hatte gegen das Unternehmen geklagt, weil ihr nach wiederholten Befristungen seit 1997 ein Anschlussvertrag im April versagt worden sei. Der nun vereinbarte Vergleich kann von beiden Seiten bis zum 25. Juni widerrufen werden.

Das Angebot zur Güte von der Deutschen Post überraschte die Klägerin und ihren Anwalt. Damit habe niemand gerechnet, sagte der Jurist. Die Prozessbevollmächtigte des Bonner Konzerns bot der ehemaligen Mitarbeiterin einen unbefristeten Vertrag über 38,5 Wochenstunden in der Entgeltgruppe drei an.

Die Post verzichte auf die Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz, hieß es. Die Betriebszugehörigkeit der Frau solle allerdings nicht seit 1997, sondern erst seit dem 1. März 2009 anerkannt werden. Grund seien mehrjährige Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses. Die Klägerin hatte diese mit Elternzeiten für ihre Kinder begründet.

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    Die Zustellerin zeigte sich nach dem knapp 30-minütigen Termin sprachlos: Sie könne es noch gar nicht begreifen, dass sie wieder arbeiten dürfe. Allerdings ist der Arbeitsort in dem Angebot nicht festgelegt. Sei er für seine Mandantin nicht annehmbar, müsse er die Einigung widerrufen, sagte der Anwalt. Dann setze das Gericht einen Verhandlungstermin im Oktober an, sagte der Vorsitzende Richter.

    • dpa
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