EC-Karten Sparkasse treibt kontaktloses Bezahlen voran

Das Pilotprojekt der Sparkasse soll ausgeweitet werden. Noch in diesem Jahr soll in mehreren Ballungsräumen das kontaktlose Bezahlen per EC-Karte möglich werden. Doch die Sparkasse ist mit ihren Plänen nicht allein.
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Ein Geldautomat der Sparkasse. Das berührungslose Bezahlen soll nächstes Jahr kommen. Quelle: dpa

Ein Geldautomat der Sparkasse. Das berührungslose Bezahlen soll nächstes Jahr kommen.

(Foto: dpa)

BerlinDeutschlands Sparkassen wollen in diesem Jahr beim kontaktlosen Bezahlen mit EC-Karte einen Gang höher schalten. Geplant ist, das laufende Pilotprojekt im Großraum Hannover auf drei weitere Metropolregionen auszuweiten, sagte eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Dienstag in Berlin der Nachrichtenagentur AFP. Sparkassen in den Gebieten Rhein-Main, Rhein-Ruhr und Hamburg würden noch in der ersten Jahreshälfte neue EC-Karten an ihre Kunden mit Mikrochips ausgeben, welche das kontaktlose Bezahlen ermöglichen.

Bis Jahresende sollen in den dann insgesamt vier Metropolregionen rund acht Millionen EC-Karten mit der Funktion zum kontaktlosen Bezahlen in Umlauf sein, sagte die DSGV-Sprecherin. Betroffen sind die Kunden von jeweils 13 Sparkassen in den Regionen Rhein-Main und Rhein-Ruhr sowie elf Sparkassen in Hamburg und Umgebung. Bis Ende 2015 sollen sämtliche 45 Millionen Girocards der Sparkassen-Kunden in Deutschland ausgetauscht sein.

Ab Herbst würden in den neuen Regionen gezielt Händler angesprochen, um sich an dem Projekt zum kontaktlosen Bezahlen zu beteiligen und ihren Kunden diese Bezahlvariante anzubieten, sagte die DSGV-Sprecherin. Bei den deutschlandweiten Händlern und Tankstellen, die sich bisher schon an dem „Girogo“ genannten Service beteiligen, könnten Kunden dann auch in den drei neuen Gebieten ihre Rechnungen berührungslos begleichen. Unter anderem der Buchhändler Thalia, die Parfümeriekette Douglas sowie die Tankstellenketten Esso und Jet machen bereits mit.

Deutschlands Sparkassen hatten im Frühjahr 2012 in der Region Hannover ein Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen mit EC-Karte gestartet. Der Service funktioniert mit speziellen EC-Karten, die Verbraucher zum Bezahlen nicht mehr aus der Hand geben, sondern einfach nur an spezielle Kassenterminals halten müssen. Die Karten müssen vorher allerdings mit Geldbeträgen aufgeladen werden. Verbraucher können in der Testregion bislang Einkäufe bis 20 Euro mit der kontaktlosen Bezahlvariante begleichen. Die Karten können mit bis zu 200 Euro Guthaben aufgeladen werden.

Die mobile Brieftasche
huGO-BildID: 2221462 A man inserts euro bills in his purse in Bochum on Saturday Sept. 01, 2001. The leather-industry expects an increased demand for
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Bargeld

Die Deutschen lieben Bargeld: 82,5 Prozent aller Transaktionen werden bar bezahlt. Beim Umsatz entfällt auf das Bargeld ein Anteil von 57,9 Prozent. Laut einer Befragung der Bundesbank haben deutsche Verbraucher im Schnitt etwa 118 Euro in ihrem Geldbeutel. Davon entfallen etwa 6,70 Euro auf Münzen. Besonders gerne werden Kleinbeträge bis 20 Euro bar bezahlt. Von den Zahlungen bis zu 5 Euro werden 97 Prozent bar abgewickelt

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Debitkarten (auch EC-Karten genannt)

In der Umfrage der Bundesbank gaben 91 Prozent der Befragten an, mindestens eine Debitkarte zu haben. Sie ist das zweit beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland: 11,9 Prozent aller Transaktionen werden damit bezahlt und 25,5 Prozent des Umsatzes mit Debitkarte generiert. Insgesamt sind in Deutschland über 102.000 solche Karten in Umlauf. Der durchschnittlich mit Debitkarte beglichene Umsatz liegt bei 62 Euro.

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Geldkarten-Funktion

Die Geldkarte der Deutschen Kreditwirtschaft wurde 1996 eingeführt, erfreut sich aber keiner großen Beliebtheit. Nach offiziellen Angaben sind etwa 79 Prozent aller Girokarten mit einer Geldkartenfunktion ausgestattet. Von den Befragten in der Studie der Bundesbank gaben jedoch nur 21 Prozent an, eine Geldkarte zu besitzen. 60 Prozent der Befragten gaben an, die Geldkarte nicht oder nur dem Namen nach zu kennen. Viele wissen also gar nicht, dass ihre Karte die Funktion besitzt.

Der Geldkarten-Chip kann unter anderem am Geldautomaten aufgeladen werden und ist insbesondere für das Zahlen kleiner Beträge gedacht – etwa an Fahrkarten- oder Getränkeautomaten.

Kreditkarten
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Kreditkarten

Im Besitz einer Kreditkarte sind in Deutschland laut eigenen Angaben lediglich 27 Prozent der Befragten. Nur 1,4 Prozent der Transaktionen (3,6 Prozent der Umsätze) werden mit Kreditkarten getätigt. Zum Einsatz kommen sie häufig bei höheren Beträgen von durchschnittlich 77 Euro. Ingesamt gibt es in Deutschland etwa 25 Millionen Kreditkarten. Ein Großteil davon sind jedoch unechte Kreditkarten, die auch Charge Cards genannt werden. Dabei werden die vorgenommenen Zahlungen bis zu einem Abrechnungsdatum gesammelt und dann vom Karteninhaber beglichen. Bei der echten Kreditkarte bekommt der Nutzer dagegen eine Kreditlinie eingeräumt und kann den Einkauf über Monate häppchenweise abbezahlen, allerdings mit teils hohen Zinsen.

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Girogo (1)

Mit der neuen Funktion für ihre Girocard ist die Deutsche Kreditwirtschaft in diesem Jahr in das kontaktlose Zahlen eingestiegen. Im April starteten die Sparkassen und Volksbanken ein Pilotprojekt in der Region Hannover-Wolfsburg-Braunschweig mit zunächst 1,35 Millionen der neuen Karten. Das kontaktlose Zahlen wird durch einen NFC (Near Field Chip) ermöglicht. Girogo ist ein Prepaid-Verfahren. Der Kunde lädt seine Karte mit bis zu 200 Euro auf und kann dann Beträge von jeweils bis zu 20 Euro kontaktlos bezahlen. Das Bezahlen mit Girogo soll um bis zu 25 Prozent schneller sein als eine herkömmliche Kartenzahlung und doppelt so schnell wie Bargeld. Foto: BVR

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Girogo (2)

In puncto Übersichtlichkeit bietet Girogo gegenüber Bargeld keinen Vorteil. Bei Girogo wird auf dem Kontoauszug nur dokumentiert, mit welchen Beträgen die Karte aufgeladen wurde – ebenso wie beim Bargeld nur angezeigt wird, wie viel am Geldautomaten abgehoben wurde. Die einzelnen Buchungen können Kunden über Terminals im Handel oder eine App für Smartphones mit NFC-Chips nachverfolgen. Dokumentiert werden dabei die letzten 15 Buchungen und die letzten drei Aufladungen. Das Bild zeigt ein Smartphone mit NFC-Technik beim Auslesen einer Sparkassenkarte mit Giro-Funktion. Foto: DSGV

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Paypass (1)

Mit dem Paypass-System von Mastercard können Kreditkarten, Debitkarten und Smartphones ausgestattet werden. Bei dem kontaktlosen Verfahren ist kein vorheriges Aufladen nötig. Wie beim gewohnten Einkauf mit Debitkarte oder Kreditkarte wird das Konto des Karteninhabers direkt belastet. Jede einzelne Buchung wird auf dem Konto dokumentiert. Paypass-Karten sind international bereits seit einigen Jahren im Einsatz. Foto: Mastercard

Neben den Sparkassen arbeiten auch Mobilfunkanbieter an kontaktlosen Bezahlsystemen. Der Betreiber O2 will ab Mitte Februar einen Testlauf für kontaktloses Bezahlen starten. O2-Kunden sollen bestimmte Smartphones als "elektronische Geldbörsen" verwenden können. Zudem wird ein Service für Sofortüberweisungen mit Smartphones angeboten.

Die Deutsche Telekom und Vodafone stehen beim kontaktlosen Bezahlen ebenfalls in den Startlöchern. Der Mobilfunkanbieter E-Plus bietet zusammen mit der Targobank Kunden einen kontaktlosen Bezahlservice mit Chips des Kreditkartenanbieters MasterCard an, welche die Verbraucher mit Klebestreifen etwa auf ihre Handys kleben können.

  • afp
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4 Kommentare zu "EC-Karten: Sparkasse treibt kontaktloses Bezahlen voran"

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  • Wer braucht diesen Dreck? Leute mit Plastikallergie?

    ...Funk, Funk, Funk ... wir werden bestrahlt wie das Hähnchen in der Mikrowelle.

    Wer mehr wissen will kann zB auf der Seite von Maes Baubiologie hunderte wenn nicht tausende kritische Zitate von Fachleuten finden.

  • @Karte

    Sehe ich auch so. Bringt dem Kunden gar nichts.

    Der Banker hat einen Kredit, das Kaufhaus meine Daten, der Kunde ist der Dumme.....

    Nur Bares ist Wahres.

  • Jetzt stellt sich die Frage welchen Vorteil es für den Kunden bringt...
    Erstmal muss ich einen Betrag auf die Karte laden (geht auch als Dauerauftrag). Das Geld ist dann von meinem Konto belastet, die Bank kann damit spielen, bis ich es dann mal nutze. Wenn ich nicht genug Geld auf der Karte habe, ist ein Bezahlvorgang nicht möglich.
    Im Prinzip alles wie Bargeld, nur mit dem Unterschied, dass die Bank länger mit meinem Geld "spielen" darf. Ich muss dann künftig, die Karte disponieren UND mein Bargeld disponieren (da nicht überall und für jeden Betrag die Karten genommen werden). Also Null vorteil = ziemliche Totgeburt (ähnlich wie die Geldkarte - genau das selbe System soll als NFC plötzlich funktionieren - lächerlich)
    Das Bargeldlose bezahlen über die Telefonrechnung, iTunes oder ähnliches wäre dagegen super. Zahlungen werden sofort umgesetzt, Disposition ist unnötig und ein Handy (bald auch mit NFC) hat eh fast jeder dabei.

  • Wann kommt endlich der Bezahl- und Personalausweis-Chip im Ohr? Der digitalisierte Mensch, zum finanziellen Abschalten falls er nicht pariert.

    Schöne neue Welt - Big Brother, dieser Amateur, ist richtig neidisch. So hätte er sich die Zukunft auch vorgestellt.

    Manche Menschen trauen dem Braten allerdings nicht und setzen wieder verstärkt Bargeld ein. Diese müssen daher erst noch umerzogen werden, Bargeld muß verboten werden, passiert scheibchenweise ja schon mit Testlauf in den Krisenländern (Begrenzung von Bargeldzahlungen).

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