Erstes Urteil Fünf Jahre und drei Monate Haft im S&K-Prozess

Im Prozess um die millionenschweren Betrügereien der Frankfurter Immobiliengesellschaft S&K gibt es ein Urteil gegen den ersten Angeklagten. Allerdings mussten die Richter zahlreiche Vorwürfe fallenlassen.
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Heiße Frauen, Promis und Nobelkarossen
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Jonas Köller und Stephan Schäfer waren bekannt für ihre Parties. Damit dürfte es erst mal vorbei sein. Denn die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Anlagebetrug in dreistelliger Millionenhöhe gegen die Frankfurter Unternehmensgruppe S&K.

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„Get rich or die tryin´“, werde reich oder stirb, wenn du es versuchst - so könnte auch das Motto der beiden S&K-Chefs Jonas Köller (Foto) und Stephan Schäfer lauten. Mittlerweile sitzen beide in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihnen vor, betrügerisch erlangte beziehungsweise veruntreute Anlagegelder hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet zu haben. Die Beschuldigten bestreiten bisher die Vorwürfe.

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Ein opulenter Fuhrpark gehörte ebenfalls zum aufwändigen und exzessiven Lebensstil der beschuldigten Firmenchefs. Laut WirtschaftsWoche gehörten zum Fuhrpark von S&K Edelkarossen wie Porsche, Lamborghini, Ferrari, Audi R8, Bentley Cabrio und 7er BMW und Aston Martin DB9 Cabrio.

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Sogar ein Hubschrauber wurde mit dem Logo der Unternehmensgruppe dekoriert.

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Auch mehr oder weniger prominente Gäste wie hier Sänger Mark Medlock wurden von Köller und Schäfer gern empfangen.

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Hier empfängt Köller den durch die "Big-Brother"-Sendung bekannt gewordenen "Jürgen".

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Für eine seiner Veranstaltungen mietete S&K-Chef Köller einen Elefanten.

FrankfurtDer 50 Jahre alte Hamburger Wertpapierhändler Hauke B. wurde am Montag vom Landgericht Frankfurt zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. B. hatte ihm anvertraute Anlegergelder in das Schneeballsystem der S&K gelenkt. Der gesundheitlich schwer angeschlagene Mann wurde nach drei Jahren und zehn Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt.

Ob er die Reststrafe verbüßen muss, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Die Verteidiger prüfen eigenen Angaben zufolge den Gang in die Revision zum Bundesgerichtshof.

Das Verfahren gegen den 50-jährigen war vor einigen Wochen wegen dessen eingeschränkter Verhandlungsfähigkeit abgetrennt worden. Um die Wirtschaftsstrafkammer sowie den gesundheitlich angeschlagenen Angeklagten nicht noch mehr zu belasten, schlug die Staatsanwaltschaft vor, zahlreiche Vorwürfe gegen ihn fallen zu lassen und die Anklage auf neun Untreue-Vorwürfe mit einem Volumen in einstelliger Millionenhöhe zu beschränken. Die Richter stellten dem Angeklagten eine Haftstrafe von fünf bis fünfeinhalb Jahren in Aussicht, die durch die knapp vierjährige Untersuchungshaft nahezu verbüßt wäre.

Hauke B. hatte in dem seit September 2015 laufenden Prozess zwar eine umfangreiche Erklärung verlesen, dabei aber kein Geständnis abgelegt. Die von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagene Lösung könne deshalb auch nicht als „Deal“ verstanden werden, meinte Staatsanwalt Noah Krüger am Freitag auf Anfrage.

Der Prozess gegen die übrigen fünf Angeklagten - darunter die S&K-Gründer Stephan S. und Jonas K. - wird fortgesetzt. Vier von ihnen sitzen noch in Untersuchungshaft. Es geht um Wirtschaftsstraftaten im Volumen von rund 240 Millionen Euro.

  • dpa
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