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Euribor-Manipulation Kündigungsschutzklagen gegen Deutsche Bank

Vier Kündigungsschutzklagen gegen die Deutsche Bank sind beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht worden. Insidern zufolge waren die vier Mitarbeiter wegen Manipulationsvorwürfen am Euribor-Satz entlassen worden.
17.07.2013 - 17:01 Uhr Kommentieren
Dunkle Wolken ziehen über die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Vier Kündigungsschutzklagen gegen die Deutsche Bank sind am Frankfurter Arbeitsgericht eingereicht worden. Quelle: dpa

Dunkle Wolken ziehen über die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Vier Kündigungsschutzklagen gegen die Deutsche Bank sind am Frankfurter Arbeitsgericht eingereicht worden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Vier ehemalige Beschäftigte der Deutsche Bank AG haben Kündigungsschutzklagen gegen ihren früheren Arbeitgeber erhoben. Die vier waren nach einer internen Untersuchung der Bank im Zusammenhang mit Manipulationsvorwürfen am Euribor-Satz vom Dienst entlassen worden, wie Bloomberg News von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren hat.

Ein fünfter Händler hat sich mit der Bank geeinigt, sagten die beiden informierten Personen. Beide wollten nicht genannt werden, weil die Klagen bisher noch nicht bekannt waren. Gesine Brackert, Sprecherin des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main, bestätigte, dass vier Kündigungsschutzklagen eingereicht wurden. Zu den Gründen, warum die vier Kläger entlassen wurden, wollte sie sich nicht äußern.

In zahlreichen Ländern gehen Regulierer dem Verdacht nach, dass über ein Dutzend Geldinstitute, darunter die Deutsche Bank, Absprachen trafen, um Referenzzinssätze wie den Libor und den Euribor zu manipulieren - sei es, um ihre Gewinne zu steigern, sei es, um ihre tatsächlichen Fremdkapitalkosten zu verschleiern. Barclays Plc, UBS AG und Royal Bank of Scotland Plc haben in diesem Zusammenhang Fehlverhalten eingestanden und Geldstrafen von insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar gezahlt.

Als die Deutsche Bank entdeckt habe, dass bestimmte Mitarbeiter unangemessen handelten, habe sie Mitarbeiter gemaßregelt oder entlassen und Vergütungsbestandteile zurückgefordert, kommentierte Deutsche-Bank-Sprecher Ronald Weichert per E-Mail. „Das werden wir weiterhin tun, bis wir unsere Untersuchung abschließen“, erklärte er. Im Februar hatte die Bank mitgeteilt, sie werde Beschäftigte, die sich etwas zuschulden kommen ließen, entlassen oder vom Dienst suspendieren. Ihre Namen werde sie allerdings nicht preisgeben.

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    Die betreffenden Händler waren in Frankfurt beschäftigt. Wie zwei mit den Vorgängen vertraute Personen damals berichteten, handelte es sich um zwei Angestellte im Range eines Managing Director, zwei Directors und einen Vice President. Es habe zu den Aufgaben aller fünf Banker gehört, Informationen zum Euribor einzureichen.

    Die Deutsche Bank hatte die Freistellung der Beschäftigten im Februar damit begründet, sie hätten mit einem Ende 2011 wegen versuchter Manipulation von Referenzsätzen entlassenen Mitarbeiter unangemessene Informationen ausgetauscht.

    Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte im April einen Gütetermin anberaumt, sagte Gerichts-Sprecherin Brackert. Ein ursprünglich für August vorgesehener Gerichtstermin sei verschoben worden und werde frühestens im September nachgeholt, sagte sie.

    • Bloomberg
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