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Finanzgericht Erfolgreicher Pokerspieler muss Gewinne versteuern

Erfolgreiche Pokerspieler, die über einen längeren Zeitraum an großen Turnieren teilnehmen, müssen ihre Gewinne versteuern. Die Regelung für Lotteriegewinne könne hier nicht angewandt werden, so das Finanzgericht Köln.
31.10.2012 - 17:03 Uhr 5 Kommentare
Pokergewinne müssen nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln versteuert werden, wenn der Spieler über einen längeren Zeitraum an namhaften Turnieren teilnimmt. Quelle: dpa

Pokergewinne müssen nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln versteuert werden, wenn der Spieler über einen längeren Zeitraum an namhaften Turnieren teilnimmt.

(Foto: dpa)

Köln Ein bei renommierten Turnieren erfolgreicher Pokerspieler muss für seine Gewinne Einkommensteuer zahlen. Das Finanzgericht Köln wies nach Angaben eines Sprechers am Mittwoch die Klage eines langjährigen Pokerspielers gegen das Finanzamt zurück. Der Spieler hatte in den vergangenen Jahren bei Turnieren Preisgelder im sechsstelligen Bereich gewonnen.

Er machte geltend, seine Gewinne seien Glücksache und dürften daher wie Lotteriegewinne nicht besteuert werden. Das Gericht schloss sich dagegen dem Finanzamt an, wonach Poker-Gewinne nur bei Hobbyspielern steuerfrei sind. (Az.: 12 K 1136/11)

In dem von dem Pokerspieler angefochtenen Steuerbescheid hatte das Finanzamt weiter argumentiert, wenn ein Steuerpflichtiger das Pokern berufsmäßig betreibe, erziele er sowohl mit seinen Spielgewinnen als auch mit seinen Fernseh- und Werbegeldern steuerpflichtige Einkünfte.

Für ein berufsmäßiges Betreiben des Pokerspiels spreche unter anderem die häufige und erfolgreiche Teilnahme an renommierten nationalen oder internationalen Pokerturnieren. Gegen das Kölner Urteil ist Revision beim Bundesfinanzhof möglich.

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    • afp
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    5 Kommentare zu "Finanzgericht: Erfolgreicher Pokerspieler muss Gewinne versteuern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Falls sich jemand näher mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, kann ich nur mein Buch empfehlen:

      http://www.grin.com/de/e-book/203459/gluecksspiele-und-einkommensteuer-ein-kritischer-blick-auf-die-gesetzlichen

    • DER RECHTSSTAAT WIRD BALD EIN MITGLIED DER BANDE.
      Wurde online-Poker immer noch nicht verboten? Aber er ist weder ein Glücksspiel, noch eine Sportart. In einer Sportart muss irgendwie "Fair Play" versorgt werden. An Spielen mit nicht voller Information kann nichts geprüft werden. Bei Glücksspielen garantiert ein Anbieter bestimmte Gewinnwahrscheinlichkeit, was bei online-Poker durch das Mythos über Geschicklichkeit dementiert ist. Bots sammeln alle Gelder ohne Rest. Einzige "Prominente" gewinnen was nach positiven Einstellungen eurer Konten, aber nur im Rahmen der Werbungsaktionen.
      Einfach umfassend: um im online-Poker zu gewinnen, haben viele die besondere mathematische, psychologische Talente. Aber ohne Einstellungen des Profiles auf "+" von IT-Personal des Anbieters gewinnt niemand. Wie im wahren Leben - von Talenten hängt nichts ab. Nur von Beziehungen, Positionen, Verwandschaft.
      Und die Rechtsstaaten haben diesen nackten Betrug noch nicht entdeckt? Natürlich, nein... Die Rechtsstaaten werden gerne Komplizen dieses betrügerischen Businesses. Katastrophe...

    • Liebhaberei!

    • ... vorausgesetzt die Mitgliedschaft bei einer bestimmten Partei, die für die Prozentrechnung eintritt, dürfte da naturgemäß niemand ein Veto einlegen. Nur sind all die schönen Posten der Aufsichtsgremien über die gemeine Steuerlage, stets in schwarz und rot, im Bund wie auch in den Ländern, der Farbe wegen, bereits geklärt. Bleibt eigentlich nur noch die NULL.


    • Ich war eine Zeit lang desöfteren in Bad Homburg und habe dort eine nicht unbeachtliche Geldsumme verloren. Darf ich die Verluste bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb nun geltend machen?

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