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Gehebelte Kredite Kampf gegen die Regulierer

In den USA gibt es Proteste gegen eine weitere Regulierung in Folge der Finanzkrise, die im Dezember in Kraft treten soll. Der Markt für die Finanzierung von US-Unternehmen könne austrocken, behaupten die Kritiker.
13.08.2016 - 14:00 Uhr
In den USA bekämpfen sich Regulierer und Investoren. Quelle: AP
Wall Street

In den USA bekämpfen sich Regulierer und Investoren.

(Foto: AP)

New York Weniger als fünf Monate bleiben, bevor in den USA neue, strenge Regeln für die Manager von so genannten Collateralized Loan Obligations (CLOs) in Kraft treten. Sie kaufen und verbriefen derzeit rund 60 Prozent aller Kredite, mit denen US-Übernahmen mitfinanziert werden.

Die Verkäufe von CLOs sind in diesem Jahr bereits um mehr als die Hälfte auf 32 Milliarden Dollar (19,7 Milliarden Euro) eingebrochen. Dahinter steht zum Teil die Erwartung jener Regeln, die nach der Finanzkrise von 2008 geschrieben wurden und die am 24. Dezember in Kraft treten sollen.

Nach dem Stichtag müssen CLO-Manager wie Carlyle Group und Apollo Global Management einen Anteil von 5 Prozent an jenen Produkten behalten, bei deren Auflegung sie mithelfen. Diese Änderung wird laut Branchenverbänden dazu führen, dass die Finanzierungen für amerikanische Unternehmen austrocknen.

„Ich kenne niemanden, der viel Hoffnung hat, dass die Risiko-Eingrenzungs-Regeln aufgehalten werden“, sagt Mike Terwilliger, ein Vermögensverwalter bei Resource America. Seine Firma investiert in CLOs. „Es ist nur eine Frage des Ausmaßes – wie schlimm wird es sein.“

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    CLOs werden von Managern wie Carlyle und Apollo geschnürt. Sie kaufen Unternehmenskredite, darunter Buyout-Verbindlichkeiten, von Banken und bündeln sie zu neuen Wertpapieren. Im Jahr 2014 hatten die Verkäufe das Rekordvolumen von 124 Milliarden Dollar erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Niveau derzeit um 54 Prozent gesunken, wie Daten von Bloomberg zeigen.

    In einem Kampf um Herzen und Köpfe führt die Branche eine Lobbying-Kampagne, die auf Politiker zielt. Per Twitter berichtet sie von den Vorzügen gehebelter Finanzierungen. Sie fordert Unternehmen auf, in Briefen ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Und sie klagt gegen Aufsichtsbehörden, um die Auswirkungen der neuen Regeln abzuschwächen. Bislang geschieht all das mit wenig Erfolg.

    Die Regulierer bleiben hart
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