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Gerichtsurteil Zinsen von 48 Prozent sind sittenwidrig

Das Oberlandesgericht in Schleswig-Holstein hält einen Zinssatz von 48 Prozent für eine Grundschuld für sittenwidrig. Hintergrund war ein Vertrag zwischen eines Mannes mit einem Pfandleihunternehmen aus Hannover.
18.09.2012 - 17:55 Uhr 1 Kommentar
Ein Zinssatz von 48 Prozent ist sittenwidrig. Quelle: dpa

Ein Zinssatz von 48 Prozent ist sittenwidrig.

(Foto: dpa)

Schleswig Eine Grundschuld mit einem Zinssatz von 48 Prozent ist nach einem Urteil des schleswig-holsteinischen Oberlandesgerichts sittenwidrig. Wie das Gericht am Dienstag bestätigte, darf das Grundbuchamt Grundschulden mit einem entsprechenden Zinssatz nicht eintragen. Hintergrund ist der Fall eines 34 Jahre alten Mannes, der einen Darlehensvertrag mit einem gewerblichen Pfandleihunternehmen aus Hannover geschlossen hatte.

Darin wurde vereinbart, dass der Mann ein Darlehen über 10.000 Euro bekommen sollte. Jährliche Zinsen: 12 Prozent. Zusätzlich sollten sogenannte Gebühren in Höhe von 36 Prozent pro Jahr fällig werden. Als Sicherheit sollte der 34-Jährige eine Grundschuld an seinem Grundstück über 15.000 Euro zuzüglich 48 Prozent Zinsen eintragen lassen. Das Grundbuchamt beim Amtsgericht Plön wies 2011 aber darauf hin, dass es den Zinssatz als sittenwidrig ansehe - und brachte so das Verfahren in Gang.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "Gerichtsurteil: Zinsen von 48 Prozent sind sittenwidrig"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Warum nicht,die AOK nimmt mit monatlich 5% Schaumniszuschläge über 60% Jahreszinsen und das Bundessozialgericht hats für richtig befunden.
      Da sollte man doch einem freien Unternehmen ohne Wasserkopf 48% gönnen, denn es trägt auch voll da Risiko.
      Grüße
      Bernd Hülsmann

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