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Infinus-Skandal Prozess für eine Woche unterbrochen

Sie haben Anleger um fast eine Milliarde Euro gebracht: Vor Gericht müssen sich die Ex-Manager von Infinus harten Vorwürfen stellen. Nun wird die Verhandlung pausiert. Ein Beschuldigter klagt über Gesundheitsprobleme.
10.12.2015 - 17:56 Uhr
Um Anlegern wertlose Papiere zu verkaufen, haben die Angeklagten mutmaßlich ein Schneeball-System entwickelt – und mit bekannten Werbefiguren das Vertrauen der Anleger missbraucht. Quelle: dpa
Schneeballsystem

Um Anlegern wertlose Papiere zu verkaufen, haben die Angeklagten mutmaßlich ein Schneeball-System entwickelt – und mit bekannten Werbefiguren das Vertrauen der Anleger missbraucht.

(Foto: dpa)

Dresden Der Betrugsprozess gegen sechs Ex-Manager des Dresdner Infinus-Finanzkonzerns ist für eine Woche unterbrochen worden. Grund sind gesundheitliche Probleme eines Beschuldigten, wie das Landgericht Dresden am Donnerstag mitteilte. Die Verteidigung des Angeklagten hatte eine Unterbrechung beantragt, da der 46-Jährige einen Hörsturz erlitten habe und nicht verhandlungsfähig sei. Während einer Verhandlungspause sei es nicht gelungen, ein medizinisches Gutachten einzuholen, sagte ein Gerichtssprecher.

Um dies zu ermöglichen, habe die Große Wirtschaftsstrafkammer die Verhandlung bis zum Donnerstag kommender Woche unterbrochen und Termine an diesem Freitag und für kommenden Montag abgesagt. Ursprünglich sollte am Donnerstag ein erster Zeuge gehört werden.

Den sechs Ex-Managern wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrug vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft haben sie ein Schneeballsystem betrieben. Es geht um das Geld von rund 22.000 Anlegern mit einem Volumen von 312 Millionen Euro. Gegen den 46-Jährigen wird aber nur wegen Beihilfe verhandelt.

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