Kein Schadenersatz Vorsicht vor bissigen Geldautomaten

Mit der ganzen Hand in das Ausgabefach des Geldautomaten zu greifen, kann gefährlich sein. Ein 62-Jähriger hat sich dabei einen Finger gebrochen. Auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld hoffte er aber vergeblich.
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Bankkunden sollten Geldscheine besser nur mit spitzen Fingern aus dem Automaten entnehmen. Quelle: dpa

Bankkunden sollten Geldscheine besser nur mit spitzen Fingern aus dem Automaten entnehmen.

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DüsseldorfBeim Geldabheben sollten Bankkunden vorsichtig sein. Ein 62-Jähriger aus Hagen hat sich dabei einen Finger gebrochen. Er hatte sich verletzt, als er das Geld aus dem Schacht des Automaten nehmen wollte. Das Ausgabefach des Automaten habe sich beim Entnehmen der Geldscheine geschlossen, so der Eisdielen-Besitzer. Dadurch seien seine Finger gequetscht und der Mittelfinger gebrochen worden.

Von der Düsseldorfer Targobank als Aufsteller des Automaten hatte er deshalb 5000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangt. Diese Klage ist jedoch am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landgericht gescheitert. Die beklagte Targobank habe ihre Pflichten zur Wartung und Kontrolle des Geldautomaten erfüllt, urteilten die Richter. Sie sei nicht verpflichtet, ihre Kunden „vor fernliegenden und nicht absehbaren Gefahren“ zu schützen.

Insbesondere habe sie nicht voraussehen müssen, dass ein Kunde mit seiner ganzen Hand in das Geldausgabefach greift. Schließlich würden Geldscheine bei der Ausgabe „etwa daumendick über die Klappe aus dem Ausgabeschacht hinausgeschoben“. Der Kläger habe auch nicht bewiesen, dass es bei dem Geldautomaten bereits in der Vergangenheit zu einer vergleichbaren Betriebsstörung gekommen sei, die die Bank zum Handeln
hätte veranlassen müssen (Az. 6 O 330/13). Gegen das Urteil des Landgerichts ist Berufung möglich.

  • afp
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