Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Koalitionsvertrag Union und SPD nehmen korrupte Firmen ins Visier

In Deutschland gibt es, anders als zum Beispiel in den USA kein Unternehmensstrafrecht. Das soll sich laut Koalitionsvertrag ändern. Künftig sollen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen sanktioniert werden.
12.02.2018 - 16:55 Uhr
Immer wieder Ungleichbehandlung von Unternehmen. Quelle: dpa
Göttin der Gerechtigkeit

Immer wieder Ungleichbehandlung von Unternehmen.

(Foto: dpa)

Berlin Härter gegen Wirtschaftskriminalität vorgehen zu wollen, das kündigen Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag an. Es solle sichergestellt werden, dass grundsätzlich auch die von Fehlverhalten von Mitarbeitern profitierenden Unternehmen „stärker sanktioniert werden“, heißt es in dem Papier. „Wenn Großkonzerne Geldbußen aus der Portokasse bezahlen können, ändern sie ihr Verhalten nicht“, begründete Unterhändler und rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, den Vorstoß. Ziel sei es, ein neues Gesetz mit Elementen des Strafrechts zu schaffen, um Unternehmen stärker in die Verantwortung zu nehmen, sagte Fechner dem Handelsblatt. Verstöße würden zudem in einem Register festgehalten, Unternehmen folglich an den Pranger gestellt.

Bislang gibt es in Deutschland, anders als etwa in den USA, Großbritannien und den meisten anderen europäischen Ländern, kein Unternehmensstrafrecht. Das hängt mit der deutschen Rechtstradition zusammen, nach der sich nur Individualpersonen strafbar machen können und kein „Verband“. Geldbußen für Unternehmen sind darum nur nach dem Ordnungswidrigkeitenrecht möglich.

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Mehr zu: Koalitionsvertrag - Union und SPD nehmen korrupte Firmen ins Visier
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%