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Lehman-Entschädigung BGH watscht Kleinanleger ab

Vor dem Bundesgerichtshof sind erneut Anleger gescheitert, die mit Zertifikaten der US-Pleitebank Lehman Brothers zehntausende Euro verloren haben. Schon in früheren Urteilen hatten die Richter gegen Anleger entschieden.
16.10.2012 Update: 16.10.2012 - 17:21 Uhr 2 Kommentare
Die US-Investmentbank Lehman Brothers hat deutschen Anlegern kein Glück gebracht. Quelle: dapd

Die US-Investmentbank Lehman Brothers hat deutschen Anlegern kein Glück gebracht.

(Foto: dapd)

Karlsruhe Der Bundesgerichtshof bleibt dabei: Banken müssen geprellte Anleger für Verluste durch die US-Pleitebank Lehman Brothers nicht entschädigen. Der BGH wies am Dienstag Klagen von zwei Anlegern gegen die Commerzbank ab. Damit scheiterten zum dritten Mal in letzter Instanz Käufer von Lehman-Zertifikaten mit dem Versuch, Geld zurückzubekommen. Die Bank habe ihre Kunden nicht über ihre eigene Vertriebsprovisionen aufklären müssen, begründete der BGH sein Urteil (Az.: XI ZR 367/11 u.a.).

Von den ursprünglich mehr als 40 Verfahren sind nach Angaben des BGH noch fünf offen, von denen zwei im November verhandelt werden sollen. Leider hätten in vielen weiteren Fällen die Beteiligten ihre Anträge auf Revision zurückgenommen, bedauerte der Vorsitzende Richter Ulrich Wiechers am Dienstag in der Verhandlung in Karlsruhe. Das wäre insbesondere für diejenigen bedauerlich, die in ähnlich oder gleich gelagerten Fällen geklagt hätten und auf Klärung warteten.

Die Anleger der jetzt entschiedenen Fälle hatten bei der Commerzbank 2007 Inhaberschuldverschreibungen (Zertifikate) der niederländischen Lehman Brothers Treasury CO BV in Höhe von 20.000 Euro und 32.000 Euro erworben. Die Rendite der von Lehman Brothers in den USA garantierten Papiere, die damals noch wegen der Bonität der Bank als sicher eingestuft wurden, hing von der Entwicklung dreier Aktienindizes ab. Doch die überraschende Pleite der US-Investmentbank im September 2008 machte den Anlegern einen Strich durch die Rechnung - ein Großteil der Anlagebeträge ging verloren.

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    2 Kommentare zu "Lehman-Entschädigung: BGH watscht Kleinanleger ab"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Diese Urteile entsprechen dem Rechtsbewustsein. Nach dem Grundgesetz haben wir Vertragsfreiheit! D. h. wen ich etwas kaufe z. B. Wertpapiere, von denen ich keine Ahnung habe und nichts verstehe, muß ich hinterher nicht jammern, wenn die Sache den Bach heruntergeht.

    • Ja, da wollen die raffgierigen Kleinanleger die bösen Banken zum Schadenersatz verpflichten. Mal wollte aber auch nicht mit 1% Sparguthabenszins zufrieden sein. Sondern man dachte, es gibt hohe Zinsen mit 0 Risiko...

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