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Milliarden-Streitwert Porsche-Kläger ziehen nach Deutschland  

Die Porsche Automobil Holding konnte die insgesamt 26 Kläger überzeugen, das gegen sie laufende Gerichtsverfahren nach Deutschland zu verlagern. Die betroffenen Hedgefonds fühlen sich beim Übernahmekampf um VW getäuscht.
31.01.2013 - 19:35 Uhr 1 Kommentar
Der Streitfall geht noch auf den Übernahmekampf von VW und Porsche 2012 zurück. Quelle: dpa

Der Streitfall geht noch auf den Übernahmekampf von VW und Porsche 2012 zurück.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Porsche Automobil Holding SE (PSE), Muttergesellschaft des Autokonzerns Volkswagen, einigte sich jetzt mit 26 Klägern in den USA, ein Verfahren gegen die PSE vor ein deutsches Gericht zu verlagern. Ende 2012 hatte die Berufungskammer des New York State Supreme Court entschieden, dass New York nicht der richtige Gerichtsstand für die Beurteilung der Ansprüche der Kläger sei, und die Klagen abgewiesen.

Die Kläger wollten in Berufung gehen, lassen davon aber nun ab und klagen stattdessen in Deutschland. "Unsere Auffassung war immer, das der Gerichtsstand Deutschland ist", sagte ein Sprecher. Die Porsche SE verzichtet gegenüber Ansprüchen der Kläger, die in Deutschland innerhalb von 90 Tagen vor Gericht gebracht werden, die Einrede der Verjährung zu erheben. Inhaltlich hält die Porsche SE die Ansprüche für unbegründet.

Die Kläger, 26 globale Hedgefonds, sehen sich von Porsche über die Absichten des Unternehmens im Übernahmekampf mit VW im Jahr 2008 getäuscht. Sie haben einen Schaden in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar geltend gemacht.

Die PSE hält heute gut 51 Prozent der VW-Stimmen und wird von den Familien Porsche und Piëch dominiert. In New York läuft ein zweites Verfahren gegen die Porsche SE vor einem Bundesgericht. In Deutschland klagen Anleger vor dem Landgericht Braunschweig. Es geht um mehrere Milliarden Euro an Entschädigungen. Auch die Klagen der 26 Hedgefonds dürften in Braunschweig landen.

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    1 Kommentar zu "Milliarden-Streitwert: Porsche-Kläger ziehen nach Deutschland  "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Hedgefonds fühlen sich betrogen, weil sie Aktien verkauft hatten, die sie gar nicht besaßen und die ihnen dann niemand verkaufen wollte, als sie sich ganz schnell eindecken wollten. Vielleicht hätten sie einfach nichts verkaufen sollen, was ihnen nicht gehört - dann gäbe es jetzt auch keinen Grund zum Jammern. Da kann man nur hoffen, dass die Richter sich mit der Materie auskennen und nicht wieder die Falschen bestrafen. Aber leider wird es wohl anders kommen und die Spekulanten werden an Ende mal wieder belohnt...

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