Mittelstandsanleihen der Scholz AG Strafanzeige gegen Schrott-Profis

Anleihegläubiger der Scholz AG haben einen Großteil ihres Geldes verloren. Jetzt ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug gegen den Schrottverwerter.
Mit einem Bagger werden Schrott und Altautos beim Recyclingunternehmen Scholz AG in Espenhain in eine Zerkleinerungsanlage transportiert. Quelle: dpa
Recyclingfirma Scholz

Mit einem Bagger werden Schrott und Altautos beim Recyclingunternehmen Scholz AG in Espenhain in eine Zerkleinerungsanlage transportiert.

(Foto: dpa)

BerlinFast 300 Seiten umfasste der Emissionsprospekt, den die Scholz AG 2012 veröffentlichte. Das Unternehmen zählte mit knapp 5.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro zu den Marktführern der Schrottverwerter. Nicht ungewöhnlich, dass so ein Unternehmen den Kapitalmarkt anzapft.

 Nach einer im Jahr 2013 erfolgten Aufstockung belief sich das Anleihevolumen auf insgesamt 182,5 Millionen Euro. Versprochen war eine Verzinsung von jährlich 8,5 Prozent. Doch statt einer attraktiven Rendite mussten die Anleger fast einen Totalverlust verkraften. Nur knapp entging das Unternehmen der Insolvenz.

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