Mittelstandsanleihen Zehn Millionen Euro bei HKW verschwunden?

Die Pleite des Personaldienstleisters HKW wird zum Fall für den Staatsanwalt. Zehn Millionen Euro, die das Unternehmen mit einer Anleihe eingeworben hat, sollen spurlos verschwunden sein.
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Justitia:  HKW wird ein Fall für den Staatsanwalt. Quelle: dpa

Justitia: HKW wird ein Fall für den Staatsanwalt.

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FrankfurtNeuer Skandal am Markt für Mittelstandsanleihen: Bei dem Münchener Personaldienstleister HKW sollen zehn Millionen Euro verschwunden sein, die mit einer Mittelstandsanleihe an der Börse Düsseldorf eingeworben worden waren. „Die Anleihegelder befinden sich nicht mehr im Unternehmen“, sagte Insolvenzverwalter Axel Bierbach dem Handelsblatt.

Die Pleite von HKW beschäftigt nun auch die Münchener Staatsanwaltschaft. Ein Sprecher bestätigte dem Handelsblatt, dass gegen den Ex-Firmenchef Gerrit Brunsveld und seinen Co-Geschäftsführer ein Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzverschleppung eingeleitet wurde. Zudem besteht der Anfangsverdacht des Betrugs. Beide wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Der Personalvermittler mit Standorten in Deutschland und den Niederlanden hatte im November 2011 mit einer sogenannten Mittelstandsanleihe rund 10 Millionen Euro eingeworben. Im November 2013 hatte HKW dann überraschend Zahlungsschwierigkeiten vermeldet.

Wie das Handelsblatt erfuhr, kaufte die Münchener Beteiligungsgesellschaft Perusa das Deutschland-Geschäft von HKW aus der Insolvenz heraus. Das bestätigte Perusa-Geschäftsführer Christopher Höfener dem Handelsblatt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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