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Negativzinsen Verbraucherschützer hält Minus-Zinsen für unzulässig

Die EZB hat schon lange negative Einlagezinsen, auch einzelne Geldinstitute haben bei großen Guthaben nachgezogen. Negativzinsen für private Sparer sind nach Einschätzung des Verbraucherzentralen aber unzulässig.
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Die Verbraucherzentralen halten negative Zinsen auf Sparguthaben für unzulässig. Quelle: dpa
Minus-Zins

Die Verbraucherzentralen halten negative Zinsen auf Sparguthaben für unzulässig.

(Foto: dpa)

Berlin Negativzinsen für Guthaben auf privaten Bankkonten sind nach Einschätzung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) unzulässig. Allenfalls bei neuen Verträgen könnten negative Zinsen vereinbart werden, betonte vzbv-Chef Klaus Müller am Mittwoch. „Dann aber noch von einem Sparkonto zu sprechen, wäre nicht nur widersinnig, sondern auch klar irreführend.“ Bei bestehenden Verträgen seien Negativzinsen dagegen „rechtlich unzulässig“.

Bei Neuverträgen Negativzinsen zu vereinbaren, ist laut Müller „aus ökonomischer Sicht völlig unsinnig“. Wie stark Banken vom Einlagezins der Europäischen Zentralbank (EZB) betroffen seien, hänge von ihrem Geschäftsmodell ab. „Mit Konsumenten- und Unternehmenskrediten lässt sich durchaus auch weiterhin Geld verdienen“, führte Müller aus. Er hielt neue Gebühren für wahrscheinlicher als Negativzinsen. Letztere sind bisher die Ausnahme für Privatkunden.

Die EZB hatte Anfang Juni erstmals in ihrer Geschichte einen Einlagezins von minus 0,1 Prozent beschlossen, inzwischen liegt er sogar bei minus 0,2 Prozent. Banken müssen seitdem dafür zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken anstatt es an Unternehmen zu verleihen. Nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands haben deutsche Verbraucher knapp 1,8 Billionen Euro an Bankeinlagen. Gut die Hälfte davon sei auf Girokonten und Tagesgeldkonten deponiert.

  • afp
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