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Neues Zahlungssystem Die Sepa-Uhr tickt

Ein halbes Jahr vor der finalen Umstellung schlagen Banken- und Industrieverbände Alarm. Viele Unternehmen haben sich noch nicht auf das neue Zahlungssystem vorbereitet. Doch das kann ernste Folgen haben.
01.08.2013 - 10:50 Uhr 8 Kommentare
Die Zeit läuft: Bis zur Sepa-Umstellung bleibt nur noch ein halbes Jahr. Quelle: dpa

Die Zeit läuft: Bis zur Sepa-Umstellung bleibt nur noch ein halbes Jahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Düsseldorf Nur noch sechs Monate, dann wird das Zahlungssystem in der EU und einigen weiteren Staaten endgültig auf Sepa umgestellt. Doch viele Unternehmen und Vereine in Deutschland lässt das noch immer kalt. Dabei müssten sie sich dringend vorbereiten, denn durch Sepa („Single Euro Payments Area“) ändert sich viel mehr als nur die Länge der Kontonummern.

Vom 1. Februar 2014 an dürfen Kreditinstitute Überweisungen und Lastschriften von Unternehmen und Vereinen nur im Sepa-Format bearbeiten. Die dafür nötige Gläubiger-Identifikationsnummer wurde nach Angaben der Bundesbank in Deutschland aber erst in 632.092 Fällen vergeben (Stand 23. Juli 2013) - obwohl es bundesweit 3,6 Millionen Unternehmen und rund 580.000 eingetragene Vereine gibt.

Ein „alarmierendes Signal“ nennt eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) die geringe Zahl vergebener Gläubiger-IDs. „Es ist allerhöchste Eisenbahn“, mahnt sie. „Es ist ja nicht damit getan, die neue Kontonummer aufs Briefpapier zu drucken. Es muss ein komplett neues Bezahlverfahren implementiert werden.“

Ähnliche Stimmen kommen aus dem genossenschaftlichen Lager. „Viele mittelständische Unternehmen und Vereine unterschätzen bislang noch den mit der Sepa-Einführung verbundenen zeitlichen Aufwand“, bilanzierte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Anfang Juli. Der Zulauf zu Informationsveranstaltungen sei enorm, doch dabei dürfe es nicht bleiben. Martin: „Daher mein Aufruf an alle Unternehmen und Vereine: Stellen Sie ihre Sepa-Fähigkeit vor Weihnachten her!“

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    Und neben der Gläubiger-ID gibt es noch mehr Änderungen: Es muss auch ein unterschriebenes Sepa-Mandat des Zahlenden vorliegen, praktisch der Ersatz für die bisherige Einzugsermächtigung. Jedem Sepa-Mandat wird eine sogenannte Mandatsreferenz zugewiesen. Diese muss innerhalb eines Unternehmens eindeutig sein und könnte zum Beispiel aus der Kundennummer bestehen. „Um Sepa-Mandate zu verwalten, müssen Unternehmen eine neue Softwarekomponente in ihre Systemlandschaft integrieren“, erklärt Christian Bruck, Partner bei der Unternehmensberatung BearingPoint.

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    8 Kommentare zu "Neues Zahlungssystem: Die Sepa-Uhr tickt"

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    • Der Artiekl erweckt einen falschen Eindruck. Die Gläubiger-ID wird nur bei Lastschrifteinzügen benötigt.

    • Sicher weiß jeder, der Überweisungen tätigt, dass die Bank in keinster Weise prüfen muss, ob die Kontonummer mit dem Namen des Zahlungsempfängers übereinstimmt.
      Ein Zahlendreher bei einer solch langen Nummer ist doch nicht auszuschließen. Geht ein Betrag "verloren", haftet der Bankkunde selbst. Die Bank ist fein raus.

    • Damit Sie das nicht machen müssen, erledigt das Schäuble mit Unterstützung der EZB für Sie.

    • Die SEPA ist für Deutschland sehr wichtig, da wir 80% unserer Überweisungen ins Europäische Ausland - Pardon Inland - überweisen. Demnächst wenn die Europäische Transfergemmeinschaft kommt und die Deutschen die Sklaven des Club Med sind, sind es dann 99%. Damit alles schneller geht kommt SEPA.

    • Schonmal darüber nachgedacht, dass beim SEPA-Verfahren die Bankleitzahl und später auch die BIC entfallen???
      Nochmal zum Mitdenken: Bisher muss die Oma (so sie denn für die Hundesteuer der Stadt noch keine Einzugsermächtigung erteilt hat) die Kontonummer (bis zu 10 Stellen) UND die Bankleitzahl (8 Stellen) in den Überweisungsträger eintragen.

      Zukünftig nach Wegfall der BIC: Es wird die IBAN eingetragen, die - das wissen sie aber bestimmt - nichts anderes ist als die bisherigen Kontonummer gefolgt von der Bankleitzahl mit den Buchstaben DE und zwei Prüfziffern vorneweg.

      Also: wieviel ändert sich tatsächlich??? Klingt komisch, ist aber so.

    • Den Scheiß brauchen wir nicht, ein weiteres Instrument der EU unserer nationalen Wirtschaft zu schaden! Und welch Vorteil für den Verbraucher Auslandszahlungen innerhalb eines Tage, hahaha wie oft überweist der Durchschnittsverbraucher schon ins Ausland.

    • "Die nationalen Zahlungsverfahren werden nach und nach abgeschafft"
      Die nationalen Währungen wurden bereits nach und nach abgeschafft. Die Ergebnisse hieraus können fast stündlich beobachtet werden.
      Fragen Sie doch mal Ihren Wahlkreis-Abgeordneten, warum die Oma bald ihre Hundesteuer mit einer 22stelligen Ziffernfolge per Sepa an die Gemeinde überweisen muss.
      Sie werden erkennen, dass Ihr Abgeordneter noch nicht mal richtig weiß, was Sepa ist. Noch schlimmer, er wird sich für unzuständig halten.

    • wieder so ne bürokraten regel^^

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