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Online-Vergleichsportale „Zu wenig Nutzen für Verbraucher“

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Oft bestimmt die Zahlungsmethode den Preis

Und auch bei Flugreisen sei „eine identische Preisdarstellung bei mehreren Portalen“ aufgefallen. So seien die beiden Preissuchmaschinen swoodoo.com und kayak.de gleichartig aufgebaut und funktionierten ähnlich – und die Preise seien „häufig identisch“ gewesen. Kein Wunder: Im Impressen der beiden Preissuchmaschinen steht dasselbe Unternehmen: die Kayak Europe GmbH mit Sitz in Zürich.

Noch deutlicher fielen den Verbraucherschützern zufolge die optischen und funktionellen Ähnlichkeiten bei den Portalen fluege.de, billigfluege.de, flug.de und flug24.de auf. Hier steht die Unister Holding GmbH dahinter. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Am Beispiel eines Lufthansa-Fluges von Frankfurt nach London zeigen die Verbraucherschützer die Tücken der Suche nach dem besten Preis: Auf sechs von zehn Portalen (expedia.de, check24.de, Fluege.de, billigfluege.de, flug.de und flug24.de) lag der Preis bei 274,04 Euro – zunächst. Wählte man eine andere Zahlungsweise, kam es teilweise zu deutlichen Aufschlägen. Bei kayak.de wurde eDreams.de als günstigster Anbieter mit einem Preis in Höhe von 203,00 Euro angegeben. Nach Weiterleitung auf die Webseite von eDreams.de erhöhte sich der Preis aber um über 14 Prozent auf 232,14 Euro. Bei Lufthansa selbst hätte es den Flug auch für 274,04 Euro gegeben. Auf den ersten Blick seien die Preise auf dem Online-Portalen oftmals günstiger gewesen als der jeweilige Anbieterpreis, ziehen die Tester Fazit. „Legt man dem Preisvergleich hingegen den Preis zugrunde, der bei Auswahl einer als gängig und zumutbar einzustufender Zahlungsmethode entsteht, führt dies dazu, dass die Portalpreise in einigen Fällen über den Anbieterpreis hinaus steigen können“.

Einen Tipp für Sparfüchse in Eile haben die Verbraucherschützer nicht. Bei Strom- und Gaspreisen sind die Preise der Portale untereinander „fast identisch“, aber immerhin tendenziell unter denen der Anbieter. Bei Telekommunikationsangeboten variieren die Preise auf den Portalen dagegen deutlich – liegen aber zu 50 Prozent unter, zu 50 Prozent über den Preisen der Anbieter. Ebenso bei Flugreisen: Hier gibt es deutliche Abweichungen der Preise der Portale untereinander. Geht man zum Anbieter direkt, ist der Preis dort meist höher – aber nur auf den ersten Blick. Ändert man das Zahlungsmittel wäre es doch in vielen Fällen günstiger gewesen, direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen.

Also kein klares Bild – und man könne auch kein einzelnes Portal als positives Beispiel hervorheben, erklärten die Verbraucherschützer auf Nachfrage. Es bleibt also doch nur eine zeitintensive Suche auf mehreren Websites. Letztlich müsse man für sich selbst entscheiden, wie viel Zeit man für die Suche nach einem Schnäppchen investiere: Denn selbst nach intensiver Suche habe dann am Ende immer noch nicht die Sicherheit, den allergünstigsten Tarif zu haben – ganz gleich, was einem die Werbung verspricht.

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