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Partnerbörse Parship muss seine Gebühren ändern

Erfolg für Verbraucherschützer: Das Landgericht Hamburg hat die bisherige Berechnungspraxis der Partnerbörse Parship gekippt. Bisher hatte die Partnervermittlung eine hohe Gebühr für genutzte Kontakte erhoben.
24.07.2014 - 12:21 Uhr Kommentieren
Partner finden per Tastatur und Maus: Wer vom Prinzip Online-Partnervermittlung nicht überzeugt ist, muss keine horrenden Widerrufsgebühren bezahlen. Quelle: dpa

Partner finden per Tastatur und Maus: Wer vom Prinzip Online-Partnervermittlung nicht überzeugt ist, muss keine horrenden Widerrufsgebühren bezahlen.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Online-Partnervermittlung Parship darf bei Kündigungen innerhalb der zweiwöchigen Widerrufsfrist keine überzogenen Kosten verlangen. Wie viel Geld das Unternehmen den Kunden für genutzte Kontakte in Rechnung stelle, sei davon abhängig zu machen, wie intensiv die Kunden das Portal innerhalb der zwei Wochen genutzt hätten, urteilte das Landgericht Hamburg, wie am Donnerstag die Hamburger Verbraucherzentrale mitteilte. Die Verbraucherschützer waren gerichtlich gegen die bisherige Berechnungspraxis bei Parship vorgegangen. Demnach hatte sich das Unternehmen zuvor die Möglichkeit herausgenommen, bei Kündigungen innerhalb der Widerrufsfrist bis zu drei Viertel des Jahresabopreises zu berechnen. (AZ 406 HKO 66/14)

„Das Urteil ist ein weiterer Erfolg gegen unseriöse Praktiken von Online-Partnervermittlern“, erklärte der Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg, Günter Hörmann. Jetzt sei klar: Parship dürfe Kunden „nicht mit hohen Kosten vor der Ausübung des Widerrufsrechts abhalten“, betonte Hörmann.

Das Urteil nimmt den Verbraucherschützern zufolge Bezug auf einen konkreten Fall, in dem ein Kunde einen Halbjahresvertrag über 269,40 Euro abgeschlossen hatte. Innerhalb der 14-tägigen Frist habe dieser den Vertrag widerrufen, habe für Online-Kontakte aber dennoch 202,41 Euro zahlen sollen. Nach den jetzt vom Gericht festgelegten Regeln schulde der Kunde nur einen Wertersatz von rund 20 Euro. Parship kann gegen das Urteil in Berufung gehen.

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