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Paypal ändert seine AGB Daten für alle

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Paypal soll künftig Daten an Jobcenter weitergeben

Wo Raum für Interpretationen ist, entstehen Gerüchte. Das Unternehmen lässt sich ausdrücklich genehmigen, unter bestimmten Umständen Informationen an Strafverfolgungsbehörden zu liefern. Ein Hartz-IV-Forum im Netz berichtete daraufhin, dass Paypal künftig auch Daten an Jobcenter weitergeben wolle, damit diese den Missbrauch von Sozialleistungen verhindern könnten. Das schließt das Unternehmen auf Nachfrage ausdrücklich aus.

IT-Rechtler Ulbricht, der auf rechtzweinull.de bloggt, stößt sich außerdem daran, dass die Neuerungen automatisch gelten, wenn man den Dienst weiter verwendet. „Der Nutzer muss ausdrücklich zustimmen können.“ Sonst liege ein Verstoß gegen europäisches Datenschutzrecht vor.

Unabhängig vom Inhalt lenken die Änderungen einmal mehr den Blick darauf, dass Geschäftsbedingungen oft mehr verschleiern als erklären. Denn dass viele Nutzer sich durch die Texte kämpfen, ist unwahrscheinlich: Jeder zweite Nutzer (53 Prozent) akzeptiert die AGB meistens oder immer, ohne sie gelesen oder verstanden zu haben. Das zeigt eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverband. Gleichzeitig finden 72 Prozent die Regeln aber auch zu lang oder zu kompliziert.

„Das zeigt: Wir haben großen Handlungsbedarf“, betont der Verband. „AGB müssen verständlicher werden – und zwar ohne Kleingedrucktes und ohne eine Fachversion für Juristen.“ Es habe mit dem Alltag der Verbraucher wenig zu tun, wenn es ohne Jurastudium oder juristische Beratung nicht möglich sei, die AGB zu verstehen.

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2 Kommentare zu "Paypal ändert seine AGB: Daten für alle"

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  • @chris sänger

    Richtig.

    Nur: Meistens siegt die Bequemlichkeit über den Verstand. Ist ja auch alles soooo easy und toll.

    Daß Bequemlichkeit immer mit Freiheitsverlust bezahlt wird, ist ohnehin ein Gedanke, der für die meisten Nutzer zu komplex ist.

  • wie immer: am besten kündigen. Ich war noch nie bei diesem Verein. Schon allein weil "sicheres bezahlen" allein rein interpretationsmäßig vorhanden ist. Und schon mal aus Prinzip bei diesen ganzen Online-Vorkassehändlern: wer sagt denn das ich als Kunde nicht "beschixxen" werde wenn der Händler Morgen Pleite ist. Irgendwie wird immer davon ausgegangen das der Kunde der "böse" Zahler ist...ich finde "man" lässt sich im Netz viel zu viel auf´s Auge drücken.