Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Retouren Kostenlos war gestern

Seite 4 von 4:
Besserer Schutz vor ungewollten Nebenleistungen

Für den Fall, dass der Händler den Kunden nicht ordnungsgemäß über den Widerruf belehrt hat, gibt es jedoch eine rechtliche Neuerung: Bislang hatten Kunden ein ewiges Widerrufsrecht, wenn sie nicht korrekt über ihr Widerrufsrecht belehrt wurden. Ab Mitte Juni erlischt die Widerrufsfrist spätestens ein Jahr und 14 Tage nach Erhalt der Ware.

Auch beim Download von Dateien und Musik gibt es dank der neuen Richtlinie künftig Rechtssicherheit – allerdings ist das Ergebnis für Verbraucher nicht besonders erfreulich. Nun steht fest: Das Widerrufsrecht bei Downloads erlischt mit dem Beginn des Herunterladens. Vorausgesetzt, der Kunde ist hierüber informiert worden und hat sein Einverständnis erklärt.

„Die Lösung könnte der Versand einer Testdatei sein, diese würde dem Kunden nur für kurze Zeit zur Verfügung stehen und er müsste später noch eine Vollversion herunterladen“, sagt Bradler. Dieses Modell habe sich bei den Händlern aber noch nicht durchgesetzt.

Für Hygiene- und Gesundheitsprodukte gilt: Sie verwenden versiegelt versandt und dürfen nur zurückgeschickt werden, wenn das Siegel nicht durchbrochen wurde. Und beim Abschluss eines neuen Strom- oder Gasvertrages im Internet oder am Telefon gilt das vierzehntägige Widerrufsrecht künftig ebenfalls.

Besser geschützt sind Kunden künftig durch die neue Regelung vor ungewollten Vertragsabschlüssen über sogenannte Nebenleistungen. Wer beispielsweise online eine Reise bucht, muss bisher häufig aufpassen, dass er dabei nicht zugleich eine Reiserücktrittsversicherung abschließt. Auch beim Abschluss von Internetverträgen werden gerne Antivirenprogramme mitverkauft. Der Trick: Bei manchen Anbietern sind die entsprechenden Häkchen bereits gesetzt und der Kunde muss sie entfernen, wenn der die Nebenleistung nicht wünscht. „Diese Häkchen dürfen künftig nicht mehr per Voreinstellung gesetzt sein“, sagt Bradler. Anderenfalls müsse der Verbraucher die Leistung nicht bezahlen.

Ebenfalls neu: Das Widerrufsrecht bei Vertragsabschlüssen außerhalb von Geschäftsräumen wurde erweitert. „Neben dem Staubsauger, den man an der Haustür kauft, fallen darunter jetzt auch die Plastikboxen, die beim Tupperware-Abend gekauft wurden. Und der Schutz geht sogar noch weiter: „Wenn ein Produkt im Geschäft gekauft wird, nachdem der Kunde unmittelbar zuvor vor dem Laden persönlich angesprochen wurde, hat er ebenfalls ein Widerrufsrecht“, sagt Bradler. Normalerweise gibt es beim Einkauf im Laden kein Widerrufsrecht, hier ist der Kunde stets auf die Kulanz des Händlers angewiesen.

Ein Handelsblatt-Spezial zu den beliebtesten Onlineshops der Deutschen finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Startseite
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Retouren - Kostenlos war gestern

6 Kommentare zu "Retouren: Kostenlos war gestern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die großen Versandhäuser betrifft das nicht,eher die kleinen Händler,aber da kauft man eh öfters die "Katze im Sack".

  • Kostenfrei? Ja, da die Händler, Hersteller nicht gewillt sind, eine Größe S ist eine Größe S zu verkaufen. Die Größen, nehm,en wir z.B. Schuhe, man hat 44 im Geschäft und beim Händler passen 42-46. Oder Kleidergröße 48 sind beim Händler dann von 24 - 56. Solange dies von den Händler, Hersteller bewußt gewollt ist, müssen die Händler "bluten". Auch bei Nachragen beim telefonischen Kundendienst, was sit besser 54 oder 56 erhält man die Antwort nehmen Sie beide Größen und senden 1x dann zurück. Dies ist vorsätzliche Größenverschleierung zu Lasten der Kunden!

  • Das kann man leicht sagen, das man Rücksendungen kostenfrei lässt, wenn die Paketpreise der großen Versender etwa um die 2 Euro liegen. Wir alle zahlen mit unseren Normalpreisen bei DHL & Co diese mit, oder glaubt jemand im Ernst, dass man ein Paket für 2 Euro durch Deutschland senden kann?
    Statt die Kosten auf die zu Verlegen, die Nutznießer sind, haut man wieder einseitig auf die bösen Händler, die 1. nicht so billig verschicken können und 2. die den bezahlen lassen, der die Kosten verursacht.

    Wir sollten also schon überlegen, wem unsere Solidarität gilt und was unserer Gemeinschaft Unverhältnismäßigkeit wirklich kostet.

  • ich bestell im netz immer mehr als ich dann abnehme. letzt habe ich für 2500€ schuhe bestellt und dann 2 paar gekauft. Oder 1100€ Arbeitshandschuhe bis die Leute dann 6 paar heraussuchten. Oder 6 Hemden in je 3 Größen, beim einen passt XL beim anderen muss es XXL sein, es ist nicht mein Problem dass die Größenangaben nicht stimmen,.

  • wenn man läden wir amazon mal zur kasse bittet (Stichwort MwSt, E-Book gemauschel, Steuerverschiebungen) dann wird aus den 60 Millionen Gewinn ganz schnell ein Minus.

    Amazon ist so knall hart die wollen immer der günstigste sein. Wenn man das mal beobachtet ist es der Hammer. Wir sind Hersteller und haben einen Artikel an A und einen anderen Händler verkauft, dieser senkte stets die Preis, Amazon zog knall hart nach.
    Wenn das überall so ist dann gute nacht deutscher Handel, dann gute nacht deutsche distribution und am ende wirds wie bei lidl & Co gute Nacht BRANDS

  • Da es einige Internet-Händler gibt, die ein fast unbegrenztes Sortiment haben, wie z.B. Amazon, und weiterhin kostenlose Rücksendungen zulassen, wird sich nicht viel ändern.

    Lediglich die Versender, die davon abweichen, werden die Leidtragenden sein, denn sie werden Kunden verlieren.

    Gegen Internetgiganten wie Amazon, Zalando und Co. ist ohnehin kein Kraut gewachsen, da kann sich der stationäre Handel mit seinen EU-Lobbyisten auf den Kopf stellen und mit den Füssen wackeln.

Serviceangebote