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Scheidungsrecht Was es kostet, den Partner wieder loszuwerden

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Warum die Rente nicht sicher ist
Beim Streit um Unterhalt und Vermögen treffen sich die Partner vor Gericht. Quelle: dpa

Beim Streit um Unterhalt und Vermögen treffen sich die Partner vor Gericht.

(Foto: dpa)

Letzter großer Kostenfaktor, den eine Scheidung mit sich bringen kann, ist der sogenannte Versorgungsausgleich. Er zielt darauf ab, Ungerechtigkeiten bei der Rente zu beseitigen, wenn diese aufgrund der Ehe entstanden sind. Und das ist relativ häufig der Fall.

In der Regel sind es die Frauen, die hier einen Anspruch gegen ihren Ex besitzen. Der Grund: Noch immer sind sie es, die im Laufe der Ehe beruflich zurückstecken, die Kinder versorgen – und folglich auch weniger Beiträge in die Rentenkasse, ein berufständisches Versorgungswerk oder eine private Versicherung einzahlen. Entsprechend niedriger fallen den auch ihre Rentenansprüche im Alter aus. Der Gesetzgeber hält das für ungerecht – und hat deshalb abgeordnet, dass diese Unterschiede im Rahmen des Versorgungsausgleichs nivelliert werden.

Und so funktioniert das Verfahren: Jeder Ehegatte bekommt die Hälfte derjenigen Rente oder Pension des anderen Partners, wenn dieser seine Ansprüche während der Ehezeit erworben hat. Hat also zum Beispiel, um beim Ausgangsfall zu bleiben, ein Chefarzt während seiner Ehe einen Rentenanspruch in Höhe von 2.000 Euro gegen sein Versorgungswerk erworben, muss er seiner Geschiedenen Frau davon im Alter 1.000 Euro abgeben.

Die wiederum muss dem Ex von den 200 Euro, die ihr aus der gesetzlichen Rentenkasse zustehen, 100 Euro überlassen. Das führt dazu, dass die beiden Partner Ergebnis nach dem Versorgungsausgleich eine Altersversorgung in identischer Höhe beziehen – allerdings nur bezogen auf die Ehezeit. Ansprüche, die vor der Trauung beziehungsweise nach der Scheidung erworben wurden, bleiben außen vor.


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16 Kommentare zu "Scheidungsrecht: Was es kostet, den Partner wieder loszuwerden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ist schon traurig, wenn man nur wegen der Kohle geheiratet wird. Heisst nämlich, dass man sonst nix zu bieten hat. ;-) Wer ein toller Mann in jeglicher Hinsicht ist, braucht eine Scheidung nicht zu fürchten. Leider lassen sich die meisten mit der Zeit gehen...

  • Zum Eheglück gibt es ja Eheverträge. Da wissen dann beide, dass mehr als Versorgeransprüche im Spiel sind. Erstaunlich nur, dass viele Männer das Stichwort Ehevertrag gar nicht gerne hören, besonders wenn sie diejenigen sind, die finanziell schlechter dastehen- oder weniger verdienen.
    Es ist grundsätzlich wichtig, dass Frauen eigenes Geld verdienen. Diese Einstellung ist in unserem antiqiuerten Deutschland leider bei Männlein und Weiblein äußerst unbeliebt. Also Männer, lasst eure Frauen auch arbeiten, macht dafür selber was im Haushalt und redet gemeinsam offen über die Finanzen- am besten vor der Ehe.

  • Hier scheinen sich nur Männer zu Wort zu melden. Es geht neben dem Geld auch darum, wer seine Arbeitskraft, Lebenskraft, seine Möglichkeiten dem Partner/der Partnerin und den ev. Kindern zur Verfügung stellt. Das scheint - heute wie früher - gratis erwartet zu werden und nachher ja keine Ansprüche. Dem Kommentar, bei Karrieresprung eine Gütertrennung zu machen, würde ich sofort zustimmen, sofern die Person mit dem Karrieresprung gleich viel für die Gemeinschaft tut wie der/die andere. Aber die Mehrarbeit leisten und dann leer ausgehen ist schlicht und einfach unfair und ungerecht. Und Gerechtigkeit ist doch sooooooooo ein wichtiges Schlagwort im Moment, wo bleibt sie?

  • Liebe Redaktion,

    wie haben sich eigentlich die Damen und Herren Kollegen für die "Top-Kanzleien"-Liste evaluiert?

    Über das Telefonbuch?

    Dann möchte ich bitte auch in die Liste aufgenommen werden.

    Für den nächsten Artikel zum Vermögens- (und Erbrecht z.B.) steuere ich auch gerne ein paar salbungsvolle Allgemeinplätze und vielleicht sogar die eine oder andere denkwürdige Anekdote bei...

    Oder sollte ich für meine Evaluierung eine Anzeige in der Printausgabe schalten?

    PS:

    Nicht die böse Politik "zerstört" die Familie, es ist einfach nur die böse Biochemie. Eine freiheitliche Politik setzt lediglich die Rahmenbedingungen, in denen sich dann die Biochemie "austobt".

    So ganz nebenbei wurde mit zunehmender Liberalisierung der Gesellschaft auch die Zweck-Ehe abgeschafft - dabei wussten (ahnten) die Alten nur zu gut, dass Liebe lediglich eine vorübergehende hormonelle Schwankung darstellt, welche sich nach ca. 3 Jahren erledigt und dann - bei entsprechender genetischer Veranlagung - durch Ausschüttung von Oxitocin in eine freundschaftliche Bindung wandelt.

    Oder auch nicht: Dann stehen die Partner wie nach einem sturzbetrunkenen One-Night-Stand voreinander, vermissen die "Schmetterlinge im Bauch" (haben Entzugserscheinungen), erkennen sich nicht wieder und werden zu "Parteien"...

    PPS:

    In der DDR hatte man nicht weniger geheiratet, als im Westen. Und selbst ohne Trennungsjahr und drohenden monetären/ gesellschaftlichen "Downshift" blieben 50% der Ehen bestehen.

    Wenn die Scheidungsraten nach der "Wende" zurückgingen, dann lag das schlicht an der ökonomischen "Herausforderung" einer Eheschließung, der sich viele nicht mehr stellen wollten.

  • wenn sei mit 7 Jahren Ehe Ihre Erfahrung zum Maß aller Dinge machen, dann ist das schon mutig, wenn nicht naiv ... eigentlich sehr zum erheitern, der witz des Tages !!!

  • Jetzt kommen wieder die Kapialismuskritiker und spinnen hahnebüchene Zusammenhänge!

    Jetzt mal ein paar Informationen vom Fachmann: Die Zerschlagung der Familie findet sich als Programmpunkt LINKER Politik das erste Mal in den Gesetzesbegründungen der sozial-liberalen Koalition unter Brandt in den 70ern...Warum? Weil die Familie als Hort sozialer Ungleichheit den gesellschaftlichen Vorstellung einer Gleichmachung und Gleichschaltung der Menschen widerspricht.

    In welchen Staaten ist die Ehe denn als erstes untergegangen? Natürlich in der DDR und Co. dessen Ideologie der unbedingten Doppelerwerbstätigkeit beider Elternteile wir mitterweile vollständig übernommen haben.

    Der Staat signalisiert doch ganz klar: Liebe Leute wir trauen euch noch nichtmal mehr zu eure eigenen Kinder zu erziehen! Gebt sie ab in den Hort schon am besten mit 1 Jahr und geht arbeiten, Betreuung zu Hause ist unerwünscht, ihr schadet euren Kindern nur (siehe Diskussion Betreuungsgeld). Ein flächendeckendes Misstrauensvotum gegen die Eltern! Machen Sie sich mal über die Familienpolitik der DDR ab den 70ern schlau.

    Im Übrigen wird wird die Scheidung bei einer Doppelverdienerehe überhaupt nicht teuer, da dann ein Zugewinn eher niedriger ausfällt. Wenn beide Eltern arbeiten ist der Preis, dass eben keine Kinder geboren werden, ob Vereinbarkeit von Familie und Beruf hin oder her: Kinder stören die Karriere. Also nicht wundern wenn der Nachwuchs die Erzieherin mit Mama anspricht.

  • ...vielleicht wird von dort ja "Sau tot" auf einer Vuvuzela dazu geblasen... ;-)

  • was sagt denn FlashGordon dazu?? Da kommt doch sicher auch etwas mit Schrotflinten-Taktik von ihm! :D

  • "Was es kostet, den Partner wieder loszuwerden"

    Eine widerliche Sprache ist das. Wiedereinmal wird das Niveau des Handelsblatts nach unten durchbrochen.

    Dass sich heute so viele scheiden lassen hat auch zahlreichende schwerwiegende gesellschaftliche Gründe.

    Der Zerfall der Familien ist gewollt und schwächt das Volk weiter, welches gegenüber der Politik, also den Vollstreckern des Kapitals und der Konzerne, immer wehrloser wird. Wer im Scheidungskrieg steckt oder frustriert ist alleine zu sein bekämpft nicht Merkels Hochverrat.

    Für alle die Pessimisten hier: Eine Ehe kann sehr schön sein, wenn man sich denn auch tatsächlich liebt. Ich bin seit 7 Jahren glücklich verheiratet.

    Wenn man hingegen seine Frau nach der Checkliste im Kopf auswählt, dann kann es nur in die Hose gehen. Die meisten denken doch nur daran, was sie haben wollen und den Rest macht dann der an der Optik ausgerichtet Trieb. Das ist zu wenig. Liebe ist vorrangig der Wunsch zu Geben.

  • Man sollte doch einfach eine Warnung, dick und fett, und ähnlich drastisch wie auf den Zigrettenschachteln in der Heiratsurkunde drucken.
    Mit dem Zusatz das keine hormonellen Störungen vorliegen, und sie im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind.
    Wenn er trotzdem unterschreibt,ist man(n)nicht mehr bei der heutigen Rechtslage zu helfen.

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