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Spritpreise Wann sich Tanken am meisten lohnt

Wer günstig von der Zapfsäule wegkommen möchte, sollte am frühen Abend tanken. Dann sind die Preise im Tagesschnitt am günstigsten. Zu einer Zeit erhöhen die Tankstellen die Preise besonders gern.
17.12.2015 - 16:21 Uhr
Vergleichen lohnt sich: Die Tagesunterschiede der Spritpreisen schwanken häufig stark. Quelle: dpa
Ran an die Zapfsäule

Vergleichen lohnt sich: Die Tagesunterschiede der Spritpreisen schwanken häufig stark.

(Foto: dpa)

Bonn Egal an welchem Tag, Tanken ist am frühen Abend zwischen 18 und 20 Uhr am günstigsten. Die Tankstellen würden die Preise für Benzin und Diesel zwar „vereinzelt“ schon in diesem Zeitraum anheben, die meisten Preiserhöhungen gebe es aber zwischen 20 Uhr und Mitternacht, teilte am Donnerstag die Markttransparenzstelle (MTS) in Bonn mit. Sie veröffentlichte ihren zweiten Jahresbericht.

„Es lohnt sich, beim Tanken die Uhrzeiten im Blick zu haben“, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, bei dem die MTS angesiedelt ist. Weitere Erkenntnisse der Daten, die praktisch alle Tankstellen an die Stelle liefern müssen: Seit Anfang des Sommers fallen an vielen Tankstellen die Preise nicht mehr über den ganzen Tag verteilt, sondern erst einmal vormittags. Dann würden sie mittags um etwa drei Cent angehoben und fielen danach bis zum Abend wieder.

Wer an der günstigsten Tankstelle in der Stadt zum günstigsten Zeitpunkt tankt, könne im Schnitt 15 bis 20 Cent pro Liter sparen, teilte die MTS mit. Wer an ein und derselben Tankstelle die günstigste Zeit abwarte, könne immerhin noch rund zehn Cent pro Liter günstiger tanken.

Die Markttransparenzstelle hatte im September 2013 ihre Arbeit aufgenommen. Die von ihr gesammelten Daten stehen über verschiedene Apps und Internetseiten auch den Autofahrern zur Verfügung: Sie können so sehen, wo sie günstig tanken können.

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    Diese Rohstoffpreise sind im freien Fall
    Platz 20: Stahl
    1 von 21

    Kein anderer Rohstoff hat von Januar 2015 bis November 2015 so stark nachgegeben wie Stahl. Die Verluste belaufen sich auf fast 40 Prozent. Verantwortlich für den Preisverfall ist die absackende Nachfrage aus China. Zudem etabliert sich das Reich der Mitte immer mehr als Stahlanbieter, denn -nachfrager. Der Preis für eine Tonne des Rohstoffs nähert sich daher dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Eine Stabilisierung der Preise ist dennoch nicht in Sicht. Die Stahlhersteller rechnen auch im kommenden Jahr mit fallenden Preisen.

    Preisentwicklung (seit Jahresanfang 2015 bis Ende November 2015): - 38,5 Prozent

    (Foto: dapd)
    Platz 19: Erdgas
    2 von 21

    Der bisher milde Winter sorgt für einen Nachfragerückgang beim Erdgas. Industriegase-Unternehmen wie Linde leiden darunter.

    Preisentwicklung: - 33,4 Prozent

    (Foto: dpa)
    Platz 18: Platin
    3 von 21

    Die hohen Fördermengen südafrikanischer Minen drücken den Platinpreis. Im Jahr 2015 hat sich das Edelmetall zeitweise um über 30 Prozent verbilligt. Rohstoffexperten erwarten jedoch im kommenden Jahr eine Preiserholung. Denn die Nachfrage nach Platin aus dem Automobil- und Industriesektor wird 2016 aller Voraussicht nach steigen.

    Preisentwicklung: - 32,4 Prozent

    (Foto: obs)
    Platz 17: Palladium
    4 von 21

    Nach dem VW-Abgasskandal erlebte Palladium eine kurzfristige Hausse. Denn Palladium ist einer der Bestandteile, die die Autohersteller in ihre Dieselkatalysatoren verbauen. Die Kurserholung hielt allerdings nicht lange an. Denn wie Platin leidet auch Palladium unter einem Überangebot. Doch im Gegensatz zu Platin rechnen Analysten im Jahr 2016 nicht mit einer Erholung der Palladiumpreise, da die Nachfrage in China wahrscheinlich zurückgehen wird.

    Preisentwicklung: - 31,7 Prozent

    (Foto: obs)
    Platz 16: Eisenerz
    5 von 21

    Der Nachfragerückgang bei Stahl wirkt sich unmittelbar auf die Eisenerzpreise aus. Denn Eisenerz ist ein elementarer Bestandteil bei der Stahlproduktion. Der Preis rutschte daher mit 39,28 Dollar pro Tonne auf den tiefsten Stand aller Zeiten. „Die Stabilisierung der chinesischen Stahlpreise sind der Schlüssel für einen Stimmungsumschwung am Eisenerz-Markt“, schrieben die Analysten der ANZ Bank in einem Kommentar. „Um dies zu erreichen, muss die Branche aber ihren Ausstoß verringern.“ Doch genau das tut sich nicht. Dahinter steckt ein Verdrängungswettbewerb. Das Kalkül: Die größeren Rohstoffunternehmen wollen kleine Rivalen entweder aus dem Markt drängen oder einverleiben.

    Preisentwicklung: - 29,8 Prozent

    (Foto: dpa)
    Platz 15: Kaffee
    6 von 21

    Die Baisse an den Rohstoffmärkten macht auch vor Kaffee nicht halt. Doch die Zeichen stehen gut, dass sich der Preis künftig erholen könnte. Denn aufgrund des Wetterphänomens El Niño wird die Produktion in Kolumbien zurückgehen. Die weltweite Nachfrage hingegen geht kaum zurück und dürfte in den Wintermonaten 2015/16 noch steigen, da der Kaffeekonsum in der kalten Jahreszeit in der Regel zunimmt.

    Preisentwicklung: - 28,7 Prozent

    (Foto: dpa)
    Platz 14: Kupfer
    7 von 21

    China fragt nicht nur weniger Stahl nach. Auch Kupfer ist bei chinesischen Unternehmen nicht mehr so begehrt. Das liegt vor allem am Wachstumsrückgang im Reich der Mitte. Selbst chinesische Kupferunternehmen drosseln bereits ihre Kupferproduktion, weil sie im eigenen Land immer weniger Abnehmer finden. 200.000 Tonnen wollen die Konzerne im Jahr 2016 weniger produzieren. Aus diesem Grund ist 2016 allenfalls mit einer Stabilisierung des Preises zu rechnen.

    Preisentwicklung: - 27,6 Prozent

    (Foto: dpa)

    Autofahrer aufgepasst: Kostet der Diesel künftig nur noch 80 Cents pro Liter?

    • afp
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