Stiftung Warentest Auf Stromrechner im Netz ist kein Verlass

Die Stiftung Warentest hat zehn Vergleichsrechner für Stromtarife getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd. Ohne Vorwissen tappen Verbraucher schnell in die Falle von Lockangeboten. Auch die Sparversprechen sind überzogen.
Update: 21.02.2013 - 14:35 Uhr 12 Kommentare

Stromanbieter im Test

DüsseldorfDas Urteil der Tester von Stiftung Warentest ist vernichtend: Kein einziges Vergleichsportal für Stromtarife ist verbraucherfreundlich. Die beste Note war ein „befriedigend“, ein Portal sei sogar „mangelhaft“. Das Problem: Wer sich nicht auskennt und die Voreinstellungen nicht ändert, lande bei verbraucherunfreundlichen Tarifen mit Vorkasse, undurchsichtiger Preisgestaltung oder langen Anschlusslaufzeiten, so die Tester. Auch das versprochene Sparpotenzial von bis zu 1.000 Euro sei unrealistisch.

Die Suche nach einem günstigeren Stromtarif ist für viele Verbraucher ein hoch aktuelles Thema. Zum Jahreswechsel waren mehr als 30 Millionen Haushalte von Preiserhöhungen betroffen. Im Durchschnitt stieg der Strompreis um knapp zwölf Prozent pro Jahr. Bei diesem enormen Anstieg begeben sich immer mehr Verbraucher auf die Suche nach einem günstigeren Tarif und nutzen dafür Vergleichsrechner.

Stiftung Warentest hat zehn Portale untersucht, ausgewählt wurden solche, die nach einer ersten Untersuchung auf originalen Datengrundlagen basieren, so Holger Brackemann, Leiter der Untersuchung. Im Internet seien noch viel mehr Portale zu finden, dabei handele es sich jedoch um Kooperationen, die auf die gleichen Daten zurückgreifen und lediglich einen anderen Namen tragen.

Negativ fiel bei Vergleichsportalen wie Verivox, Check24 oder Toptarif auf, dass Suchende Häkchen weg- oder hinzuklicken, unverständliche Erklärungen lesen und teilweise erst einmal finden müssten. Wer sich mit den Fallstricken nicht auskenne, laufe Gefahr, in die Fänge von unseriösen Anbietern zu geraten.

Die wichtigste Frage der Untersuchung lautete „sind die Portale verlässliche Partner des Verbrauchers bei der Suche nach einem günstigen, aber auch fairen Stromanbieter?“, so Brackemann. Vor dem Hintergrund der Teldafax-Pleite sei der Punkt „faires Angebot“ noch stärker gewichtet worden als in der Untersuchung 2008.

Viele Lockangebote unter den Top Ten
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

12 Kommentare zu "Stiftung Warentest: Auf Stromrechner im Netz ist kein Verlass"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man möge mir bitteschön mit derartigen "Tests" der Stiftung Warentest vom Hals bleiben!
    Noch immer war dort Inkompetenz pur.
    (Leserzuschrift einst: "Wann testen Sie Pfarrer?")

    Warum betreibt diese ominöse Stiftung nicht selbst ein solches Vergleichsportal ???
    "Man" befürchtet wohl, sich die Finger zu verbrennen.

    Wenn man sich bei den allseits bekannten Vergleichsportalen informieren will, dann sollte man halt schon lesen können.
    Wer geht denn in ein solches und passt die Voreinstellungen nicht an seine eigenen Bedürfnisse an ???
    Wer das nicht kann / versteht, ist dort in jedem Fall fehl am Platz.
    Und klar ist doch wohl, dass man die Bedingungen verstehen muss - nicht immer ganz einfach allerdings.

    Es ist doch ganz selbstverständlich, dass ich einer Suchmaschine bei einer derart komplexen Fragestellung ganz genau sagen muss, was ich will - also das eine Häkchen weg- und andere eben hin-klicken muss.
    Wenn man dazu nicht in der Lage ist, dann ist doch nicht die Suchmaschine schuldig, sondern das eigene Oberstübchen.

    Dass Verivox schlecht "beurteilt" wurde verwundert zwar nicht, aber das ist ganz und gar berechtigt: ein ganz fabelhaftes Werkzeug, mit dessen Hilfe ich gegenüber meinem früheren Regionalanbieter mehrere Hundert Euro pro Jahr einspare.

    Wer das nicht kann, soll bei seinem örtlichen / regionalen Anbieter bleiben und muss dann eben gegebenenfalls mehr bezahlen.
    Sich bei Freunden usw. zu informieren, ist gewiss hilfreicher, als bei "Warentest" nachzulesen.

    Risiken aus Vorauszahlungen - Kündigungsfristen etc., ja was gibt's denn da zu meckern? Steht doch alles da! Man muss es eben genau lesen.

    Es sollte doch bekannt sein, dass die Anbieter ganz unterschiedliche Bedingungen anbieten - und eben gelegentlich auch versuchen, dieses oder jenes etwas zu verschleiern.

    Das ist exakt so, wie bei den Reisekatalogen:
    Wer nicht sehr genau lesen kann, läuft immer Gefahr, in einer Bruchbude zu landen.

    So ist das Leben - eben ...

  • Sie reden und argumentieren über das Stromsparen und den Strommarkt wie ein Blinder über Farben. Siehe auch oben die Antwort an kfvk.
    Bei richtiger Handhabung hat man bis zu 50% Einsparung und das seit Jahren, incl. Teldafax und rechtzeitigem Ausstieg. Nachweislich!

  • @ kfvk
    "Die Hoffnung Strom wesentlich günstiger zu bekommen, wenn man den Anbieter wechselt, ist natürlich vergebens: Schließlich kaufen die ihren Strom doch alle bei einigen wenigen Anbietern ein."
    Die kaufen Ihren Strom an der Strombörse ein und bei optimalem Geschäftsgebaren sind so bis zu 50% günstigere Einkaufspreise möglich. (Ausnahme natürlich Teldafax )!
    So sind auch 50% günstigere Konditionen für die Kunden (uns) möglich. So kann man sparen! Die 6-10% Sparen bei möglichst keiner Risikoübernahme lohnen die Arbeit nicht.

  • Tja, dann keine max. Einsparung, zumindest die Möglichkeit dazu.

  • das ganze angebliche Anbieterwechsel ist wie Lottospielen,am Ende hat man nur verloren,habe bis jetzt noch niemanden gefunden der zufrieden war.

  • Ende vorigen Jahres wollte ich den Stromanbieter wechseln, darauf bot mir mein "alter2 50,00 € wenn ich bei ihm bleibe. Na also. geht doch.rYj21f

  • Ich muss mich wieder einmal über dumme Kommentare wundern, wie z.B. anstatt Vorkasse muss man den Grundversorgungstarif nehmen oder es wäre einfacher ein Stromvertrieb aufzuziehen als eine Frittenbude zu eröffnen. Vielleicht meinen Sie eine Photovoltaikanlage, wie ich Sie habe. Das kann vielleicht sein. Aber bestimmt nicht ein Stromunternehmen. Jetzt aber mal zum eigentlichen Thema. Stromtarife zu vergleichen ist gar nicht so schwer. Das eigentlich traurige an diesem Thema ist, dass viele Leute überhaupt gar nicht wissen, wieviel Kilowattstunden sie eigentlich im Jahr verbrauchen. Wenn man dass weiß, und dass setze ich bei jedem voraus, dann ist man bei einem neuen Vergleich schon fast Gewinner. Jetzt muss man halt noch wissen, wieviel man bei seinem aktuellen Versorger bezahlt und sich daraufhin gezielt umschauen. Vorkasseangebote sind sehr günstig, aber diese werden i.d.R. nach Vertragsabschluss nach 3-6 Monaten extrem nach oben angepasst. Der bereits gezahlte Abschlag (1/2 Jahr o. 1 Jahr) ist weg und man sollte sich dann aufgrund einer Sonderkündigung erneut umsehen. Also, würde ich davon generell abraten. Ansonsten kann man mit ein wenig kaufmännischen Wissen viel Geld sparen. Und ich sag immer wieder, wer nicht wechselt ist, ist selber schuld.

  • Vor einigen Jahren hab ich als unerfahrener Wechsler die Voreinstellungen im Verivoxxportal so gelassen wie sie waren und bin bei Teldafax gelandet.
    Nachdem ich innerhalb kürzester Zeit festellen mußte das der Service inkompetent bis nicht erreichbar ist , die Abrechnungen verspätet und falsch kommen habe ich nach 1 Jahr die Reißleine gezogen und nach mehreren Anschreiben auch mein Guthaben wieder bekommen, wahrscheinlich als einer der Letzten.
    Meine Konsequenz bei der Vergleichssuche keine Boni, keine Vorrauszahlungen, gute Erreichbarkeit, transparente AGBs, gute Kundenbewertung. Bin bei überregionalem Stadtwerk gelandet dessen Ökotarif das gleiche kostet wie der Normaltarif des örtlichen Stadtwerks seitdem Ökostrom.

    Fazit für Einpersonenhaushalte überschreitet der Wechselaufwand den Nutzen von 10 - 20 % es sei denn man hat Lust für maximal 50€ im Jahr jedes Jahr erneut auf die Suche zu gehen. Der Wechsel lohnt aus meiner Sicht nur bei höherem Verbrauch.

    So lange es einfacher ist einen Stromvertrieb aufzuziehen als eine Frittenbude zu eröffnen wird es mehr schwarze Schafe als seriöse Anbieter geben.

  • Die Hoffnung Strom wesentlich günstiger zu bekommen, wenn man den Anbieter wechselt, ist natürlich vergebens: Schließlich kaufen die ihren Strom doch alle bei einigen wenigen Anbietern ein.
    Wenn man zu faul ist, um sich ein wenig mit den Vergleichsportalen zu beschäftigen, fällt man natürlich auf die Nase. das ist bei Geldanlagen nicht anders und es zeigt sich wieder einmal: ohne eigenes Mitdenken ist das Leben voller Fallstricke.
    Wenn ich nicht ständig wechseln will, muss ich natürlich alle Boni und sonstigen Neukunden Vorteile weglassen. Oder ich suche mir den günstigsten Anbieter ohne Zutaten heraus und schaue, ob es lohnt den Zweitgünstigsten zu nehmen, der mir einen Bonus bietet, wenn ich nach einem Jahr oder so wieder wechseln will.
    Von Vorkasse sollte man die Finger lassen -- überall. Hier riecht es z.B. nach Schneeballsystem. Auch so Sachen wie feste Mengen zu einem fixen Preis taugen wenig, denn die Punktlandung gelingt selten. Wer will schon tagelang das Licht brennen lassen, weil er sonst sein Kontingent nicht ausschöpft, was den Preis ja mehr oder weniger pro kWh in die Höhe treibt oder wer kocht nicht mehr, weil er sonst teuren Strom dazu kaufen muss?
    Sparsamer Verbrauch ist da hilfreicher -- der hilft unabhängig vom Anbieter immer gegen hohe Rechnungen.

  • Wer kein Risiko eingehen will, sollte wenigstens nicht in der teuren Grundversorgung verharren, sondern sich die Tarife seines Anbieters anschauen und durchrechnen. Nachdem Freunde bei Teldafax reingefallen sind, bleiben wir bei der RWE, allerdings Tarif "Treuestrom". Mir ist auch aufgefallen, dass Vergleichsportale diese günstigen Tarife der Großen nicht ausweisen. Besser also, selber nachschauen und wer Aktien von RWE und EON hat, kann ja auch noch mit der Dividende kalkulieren. ;)

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%