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Streitfall des Tages Wenn Erben der Zutritt verboten wird

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Ein Passwortmanager kann helfen

„Um das postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen zu wahren und dessen Kommunikationspartner zu schützen, weigern sich viele Anbieter daher mit guten Argumenten, die Passwörter an die Erben herauszugeben“, sagt Martini. Einige Provider gehen sogar noch weiter und löschen, wenn der Tod ihres Kunden verbrieft ist, das gesamte Benutzerkonto – auch auf die Gefahr hin, dass den Erben dadurch wichtige Informationen und wertvolle Erinnerungen entgehen.

Und selbst die Frage, wer nach dem Tod des Erblassers dessen Musiksammlung, Apps und E-Books erhält, ist noch nicht eindeutig geklärt. „Vielfach sehen die Nutzungsbedingungen der Anbieter vor, dass der Kunde ein Nutzungsrecht nur zu Lebzeiten innehat“, sagt Experte Martini. Die Folge: Mit dem Tod erlischt dieses Recht – und die Erben gehen leer aus.

Das Fazit
Wer seinen Erben anstrengende Auseinandersetzungen mit diversen Web-Dienstleistern ersparen will, sollte ein Testament erstellen, das auch den digitalen Nachlass regelt. Insbesondere sollte in dem Dokument aufgeführt sein, wo der Erblasser welche Accounts, Urheberrechte und Bilder besetzt, wer diese nun verwalten soll und was mit den E-Mail- Konten und Online-Profilen geschehen soll.

Helfen kann dabei ein sogenannter Passwortmanager, der wie ein digitaler Tresor funktioniert. Wenn das Master-Passwort im Testament festgehalten ist, genügt es, die Kennwörter im Passwortmanager aktuell zu halten.
Eine weitere Möglichkeit ist es, die eigenen Provider in die Vorsorgeplanung einzubinden.

Branchenriese Google etwa bietet seinen Kunden inzwischen eine spezielle Testamentsfunktion an. Über die lässt sich unter anderem festlegen, wer nach dem eigenen Tod für welchen Zeitraum Mails und andere Daten abrufen darf.

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3 Kommentare zu "Streitfall des Tages: Wenn Erben der Zutritt verboten wird"

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  • Wäre doch eine Marktlücke für die NSA.

    Alle Informationen aus einer Hand. Dann muss man sich nicht mit zig Konzernen rumärgern.

  • Es geht auch anders:
    sich garnicht erst um so einen Kümmelkram zu kümmern, weil man anderes und Besseres zu tun hat: preiswert und praktischer, als sich mit Idioten herumzuschlagen.

  • Wie immer im Leben. Man sollte sich schon ein bisschen kümmern. Von Passwortmanagern kann ich nur abraten. Auch die sind zu knacken. Man sollte NIE Zugangsdaten auf dem Rechner speichern. Auch diese Testamentsfunktion ist problematisch. Denn damit verfügt Google über Informationen zu Beziehungen, Familienverhältnissen usw.