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Streitfall des Tages Wenn eine Zugverspätung den Urlaub kostet

Wer wegen einer Bahnverspätung den Flug verpasst und deswegen den Urlaub absagen muss, kann den Reiseveranstalter dafür belangen. Wann die Veranstalter zahlen müssen und wann Reisende auf den Kosten sitzen bleiben.
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Der Schmu des Tages. Illustration: Tobias Wandres

In der Rubrik "Der Streitfall des Tages" analysiert Handelsblatt Online eine Gaunerei oder ein Ärgernis aus Bereichen des Wirtschaftslebens. Betroffene erhalten konkrete Unterstützung, können ihren Fall öffentlich machen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Illustration: Tobias Wandres.

Der Fall

Ein Ehepaar aus dem Sauerland hatte in einem aktuellen Streitfall eine dreiwöchige Pauschalreise bei einem Reiseveranstalter nach Thailand gebucht. Zum Leistungspaket gehörte auch ein Rail&Fly-Ticket für die An- und Abreise mit der Bahn vom Wohnort zum Flughafen Frankfurt.

Die Reisenden hatten den Zug so ausgewählt, dass sie laut Fahrplan vier Stunden vor Abflug am Frankfurter Flughafen eingetroffen wären. Der ICE hatte jedoch einen Lokschaden und kam mit einer Verspätung von sechs Stunden dort an. Der Flieger war weg.

Am Flughafen meldeten sie sich beim Reiseveranstalter, der sie informierte, dass sie erst eine Woche später nach Thailand fliegen könnten. Dabei hätte es bei der Airline noch am gleichen Abend eine Maschine gegeben, in der Plätze verfügbar waren.

Doch darauf wies sie der Veranstalter nicht hin. Die Reisenden kauften ein neues Flugticket und flogen knapp eine Woche später nach Thailand. Der Urlaub verkürzte sich entsprechend, ein geplanter Aufenthalt in Bangkok fiel ganz aus.

Das Amtsgericht Berlin verurteilte in erster Instanz den Reiseveranstalter zur Übernahme der durch die Verspätung entstandenen Mehrkosten. Gleichzeitig gewährte es Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude. Das Verfahren ist jetzt in der zweiten Instanz. Doch nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28. Oktober 2010 stehen die Chancen gut, dass die Urlauber einen Ausgleich ihrer Mehrkosten und Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreude zugesprochen bekommen.

Wann Reiseveranstalter für Bahnverspätungen zahlen müssen
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1 Kommentar zu "Streitfall des Tages: Wenn eine Zugverspätung den Urlaub kostet"

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  • Zitat: „Manche dieser Wagen wurden bereits gebraucht in die Interregio-Flotte übernommen. Sie dürften älter sein als 60 Jahre“, so der Vertreter des Fahrgastverbandes.
    Kommentar: 2011 - 60 = 1951 - Da sollen die IR-Spenderwaggons schon gelaufen sein??? Sorry, Fahrgastverband, aber das glaubt Ihr doch wohl selbst nicht! Kauft Euch ein gutes Buch über die Geschichte deutscher Reisezugwagen. Dann unterhalten wir uns noch mal, ja?

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