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Streitfall des Tages Wenn der Schaffner Rot sieht

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Wie sich Bahnreisende wehren können

Fazit


Im Zug nachzulösen ist bei der Deutschen Bahn nur im Fernverkehr (ICE/IC/EC) möglich. Probleme entstehen deswegen meistens in Verkehrsverbünden oder in Regionalzügen ohne Schaffner. Wer da bei einer Kontrolle ohne Ticket dasteht, muss mindestens 40 Euro zahlen – egal wie triftig die Gründe für das Nicht-lösen-können sein mögen.

Aus Sicht Karl-Peter Naumanns ist es bei Zügen, die im Zehn-Minuten-Takt fahren, Reisenden durchaus zuzumuten, vor der Abfahrt für ein Ticket zu sorgen, selbst wenn ein Automat zickt. Handlungsbedarf sieht der Bundesvorsitzende von „Pro Bahn“ allerdings bei Regionalzügen, die nur stündlich verkehren. „Da muss es eine bessere Lösung geben.“

Der Vorschlag des Fahrgastverbands: Solche Regionalzüge mit Automaten auszustatten. Oder noch besser: mit Personal. Die Usedomer Bäderbahn und die Salzburger Lokalbahn haben sich für Zugbegleiter entschieden, berichtet Naumann. Das Ergebnis: weniger Schwarzfahrer, weniger Vandalismus.


Nützliche Adressen

Über Fahrgastrechte informiert der Fahrgastverband „Pro Bahn“: www.pro-bahn.de

Für Beschwerden ist bei der Deutschen Bahn die Kundenbetreuungsstelle zuständig. Kunden sollten Zeit mitbringen: DB-Fernverkehr AG, Kundendialog, Postfach 100 613, 96058 Bamberg; Telefon (14 Cent/Minute): 01805-99 66 33; Internet: www.bahn.de/kontakt

Für den Fall, dass es bei einer Beschwerde mit der Bahn zu keiner Einigung kommt, gibt es die Möglichkeit, sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr zu wenden: www.soep-online.de/ihre-beschwerde.html

Alle Teile der Serie "Streitfall des Tages": www.handelsblatt.com/streitfall



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2 Kommentare zu "Streitfall des Tages: Wenn der Schaffner Rot sieht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Als Leitragender kann ich nur anmerken, dass die Empfehlung sich an die Schlichtungsstelle zu wenden oft nichts bringt.
    In meinem Falle saß ich in Köln (Besuch als Tourist) mit einem 2.Klasseticket versehentlich in der 1. Klasse (Sonntagmorgen um kurz nach 7 Uhr in einer fast leeren S-Bahn). Aus Städten wie Berlin und München ist mir die Existenz der 1. Klasse fremd und die Ausschilderung war auch eher dürftig. Der Kontrolleur (ein im hohen Maße arroganter und selbstherrlicher Zeitgenosse und angestellter der Deutschen Bahn AG) verpasste mir genüsslich 40,- € erhöhtes Beförderungsentgelt und eine Anzeige wegen "Erschleichung einer Dienstleistung". Folge: Die Schlichtungsstelle vermittelt in diesem Falle nicht und die Rechtsschutzversicherung zahlt auch keine Anwaltskosten. Warum: "Erschleichung einer Dienstleistung" ist per Definition eine "Straftat mit Vorsatz" und somit sind beide Institutionen raus aus dem Spiel. Das Verfahren wurde nach einigen Wochen zwar eingestellt, aber mit dieser Methode verhindert die Deutsche Bahn AG, dass Kunden zu leicht gegen unberechtigte oder überhöhte Forderungen vorgehen können und der Staatskonzern somit die 40,- € final vereinnahmen kann.
    So sieht es aus bei der Deutschen Bahn AG!

  • Die Person hatte eine BC 50, wieso gibt es keinen Automaten im ICE - Displays als Terminal verwenden + Drucker und Kartenschlitz daneben einbauen - wo ich die Karte einfach durchziehen kann und dann vom Konto abgebucht wird?!

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