S&K-Anlegerskandal Die Geprellten schlagen zurück

Die Verantwortlichen von S&K lebten in Protz und Prunk – und sollen Privatanleger um Millionen betrogen haben. Jetzt haben sich die ersten Anleger Titel gesichert, um das Vermögen zu pfänden.
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Stephan Schäfer und Jonas Köller (Foto) feierten gern.

Stephan Schäfer und Jonas Köller (Foto) feierten gern.

DüsseldorfSäcke voller Geld, die aus einer Villa getragen werden, Partys mit hübschen Mädchen und Fuhrparks voller schneller Autos und Motorräder. So sind die Verantwortlichen der S&K-Gruppe bekannt geworden, die im Verdacht stehen, mit einem sogenannten Schneeballsystem Anleger geprellt zu haben. Die Frankfurter Staatsanwälte ermitteln gegen 85 Verdächtige, darunter die beiden Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft S&K als Hauptbeschuldigte.

Einer der Verdächtigen, der mutmaßliche S&K-Anlagebetrüger Stephan Schäfer, stürzte sich mit Handschellen gefesselt aus einem Fenster des Gerichtshauses und zog sich schwere Verletzungen zu.

Jetzt kommt neue Bewegung in den Fall. Das Frankfurter Amtsgericht hat auf Antrag der PIA Rechtsanwaltsgesellschaft einen sogenannten „dinglichen Arrest“ zugunsten eines geschädigten Privatanlegers gegen die Hauptverantwortlichen der S&K Gruppe erlassen. Den Anwälten zufolge kann der Anleger nun in das von der Staatsanwaltschaft sichergestellte Vermögen hinein vollstrecken.

„Mit dem erwirkten Titel ist die Sicherung der Ansprüche möglich. Sobald ein Titel in der Hauptsache vorliegt, kann die tatsächliche Verwertung und der Rückfluss von Geldern zur Kompensation des entstandenen Schadens an die Anleger erfolgen“, erklärt PIA-Partner Klaus Nieding. Weitere Verfahren seien beim Amtsgericht Frankfurt anhängig, so der Anwalt weiter.

Wie viel vom Geld allerdings noch übrig ist, wird sich zeigen. Anwälte haben bereits ihre Detektive losgeschickt, die weltweit nach Vermögenswerten fahnden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Liste der beschlagnahmten Dinge im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Das haben die Staatsanwälte beschlagnahmt
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9 Kommentare zu "S&K-Anlegerskandal: Die Geprellten schlagen zurück"

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  • Hat schon jemand den angerichteten Schaden mit dem aus den "Riesterverträgen" verglichen?

  • Warum soll man den Dumm-Michel immer vor sich selber schützen? Dann haben wir bald nur noch Verbote.

    Ein Blick auf die Geschäftsführer von S&K und deren Werdegang - stand früher auf der Homepage - hätte genügt. Etwas Cleverness vorausgesetzt, würde niemand investieren, wenn Ex-Türsteher das Sagen haben.

    Nur eben der Dumm-Michel.

  • In Deutschland waren Journalisten, Politiker und Verbraucherzentralen vor Aktien. Angeblich zu gefährlich. Der Dummmichel stürzt sich stattdessen in windige Immobilienanalagen wie die von S&K. Sind schließlich keine Aktien.

  • Warum der Stephan Schäfer aus dem Fenster springt? Im Gegensatz zu ähnlichen Fällen wurden keine Institutionen oder Reiche betrogen, sondern kleine Leute um ihr sauer Erspartes gebracht. Bekannte dieser Leute sitzen bei Herrn Schäfer mit im Knast und setzen ihn entsprechend unter Druck...

  • Gab es da nicht einmal eine Behörde, die sich der Finanzaufsicht annehmen sollte/wollte?

    Zu welchen Ergebnissen ist diese Behörde aufgrund welcher Prüfungen wann gekommen?

    Oder ist diese einfach ihrer Aufgabe schuldhaft nicht nachgekommen?

    Untersteht diese Behörde nicht dem Bundesfinanzminister? Sollte das Versagen des Bundesfinanzministers und der Behörde nicht ein Untersuchungsausschuss klären?

    Wenn diese Behörde nicht funktionsfähig ist, sollte man sie abschaffen!

    Gerüchteweise soll die Leiterin dieser Behörde in kommender Zeit zu höherem berufen werden. Wie könnte diese Verantwortung praktisch aussehen, wenn sie in diesem "Bagatellfall" bereits scheiterte?

    Laut dem "Gerede" soll ihr das Vertrauen zur Aufsicht der systemrelevanten Banken in der EU übertragen werden.
    Wenn dies so zutreffen sollte, dann ist Frau König gewiss die Wunschkandidatin der systemrelevanten Banken! Wer hätte da noch Zweifel?

  • Wo ist denn hier die journalistische Unabhängigkeit geblieben? So eine unverschämte Werbung für Nieding und seine Privatanleger-Abzocker-Vereinigung ist doch peinlich!

    Es gilt das "Windhund-Prinzip". Ich lache mich schlapp.

    In Wirklichkeit gilt schlicht Einzelzwangsvollstreckung bis zu dem Tage, da die beiden Herren S&K Privatinsolvenz anmelden und dann Gesamtvollstreckung ist mit Quote nahe Null, wie in solchen Fällen üblich. Die Kunden von Nieding sitzen dann zusätzlich auf dessen Honorarrechnung.

    Und das Handelsblatt schiebt denen auch noch Kunden zu. Man sollte sich schämen!

  • Wenn die Kohle auf den Caymans liegen würde gäbe ja keinen Grund dafür das der eine von den beiden Äffchen aus dem Fenster springt....

  • Insider: Dass Geld ist sicher auf den Kayman's angelegt!!!

    Was glauben die dummen Anleger denn?

  • Wie schön, daß man eine Kuh mehrmals melken kann. So wie hier, wo nun Advocaten reichlich Nahrung daran finden, sich für die Geschädigten um die verbliebenen Brosamen ihres einstigen Anlagekapitals auf dem Rechtsweg zu balgen.

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