Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

S&K-Prozess bleibt spannend „Gut Ding will Weile haben“

Seite 2 von 2:
Persönliche Anträge eines Angeklagten
Die legendären Partys der S&K-Chefs
Stephan Schäfer und Jonas Köller
1 von 10

Die beiden Gründer der Frankfurter Immobiliengruppe S+K, Stephan Schäfer und Jonas Köller, sind derzeit in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft ihnen vor, betrügerisch erlangten beziehungsweise veruntreuten Anlagegelder hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet zu haben. Die Beschuldigten bestreiten bisher die Vorwürfe.

Es geht um einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Die Wirtschaftswoche hatte bereits Ende Januar 2013 vor den Aktivitäten gewarnt.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
2 von 10

Stephan Schäfer und Jonas Köller (Foto) feierten gern.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
3 von 10

Jonas Köller in eindeutiger Pose.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
4 von 10

Stephan Schäfer und Jonas Köller zeigten sich gerne mit schönen Frauen

Stephan Schäfer und Jonas Köller
5 von 10

S&K-Chef Jonas Köller posiert gerne mit Models und Luxuskarossen.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
6 von 10

Die beiden S&K-Chefs Stephan Schäfer (links) und Jonas Köller auf einer Party.

Stephan Schäfer und Jonas Köller
7 von 10

Die Partys der S&K gelten als legendär. Auch der eine oder andere Finanzberater wird eingeladen. In der Szene kursieren Unmengen an Fotos von den Veranstaltungen.

Als der Vorsitzende Richter die Sitzung gerade beenden wollte, meldete sich ein Angeklagter noch selbst zu Wort. Es war Hauke B., einer der ehemaligen Geschäftsführer des Hamburger Emissionshauses United Investors, der mit den S&K-Gründern zusammengearbeitet haben soll. „Ich bin zu Unrecht seit zwei Jahren und acht Monaten in Haft“, begann er. Erschwerend kämen nun aber die Transportbedingungen zu Gericht und die schlechte Versorgung mit Essen während der Gerichtstage hinzu.

Zum einen habe er im Gerichtskeller stundenlang auf die Rücktransport in die Justizvollzugsanstalt warten müssen, werde im Wagen teils in einer separaten Kabine mit einer Fläche von 60 mal 60 Zentimetern transportiert und müsse während des Transports Handschellen tragen, so dass er sich – wenn er auf einer Bank im Wagen sitze – bei kurvenreicher Strecke nicht festhalten könne. Hinzu komme noch, dass er an Gerichtstagen keine warme Mahlzeit bekomme. Das sei eine „menschenunwürdige“ Behandlung.

Richter El Duwaik äußerte sich dazu mitfühlend, allerdings: Die Kammer sei für diese Dinge nicht zuständig. „Der Transport erfolgt durch die Polizei, da sind uns die Hände gebunden.“

Für öffentliche Aufmerksamkeit hatten Anfang 2013 insbesondere Fotos der S&K-Gründer gesorgt, die sie bei dem zeigen, was die Staatsanwaltschaft als „ausschweifenden Lebensstil“ bezeichnet: mit dem Lamborghini ins Büro, Übernachten in der Hugh-Hefner-Suite, Feiern mit Elefanten. Doch das ist längst vorbei, seit zweieinhalb Jahren sitzen Stephan Schäfer und Jonas Köller – ebenso wie die anderen Angeklagten - in Untersuchungshaft.

Am 19. Februar 2013 hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt ihren Geschäften mit einer Großrazzia ein Ende bereitet. Damals waren etwa 1200 Ermittler und 15 Staatsanwälte in sieben Bundesländer ausgerückt, um gegen die Bande mutmaßlicher Anlagebetrüger vorzugehen. Erst knapp zwei Jahre später stand die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: S&K-Prozess bleibt spannend - „Gut Ding will Weile haben“

Serviceangebote