Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verbraucherschutz Die neuen Pflichten der Honorarberater

Ein neues Gesetz soll die Honoraranlageberatung stärken und sie als Alternative zur Beratung auf Provisionsbasis etablieren. Verbraucherschützer sind skeptisch: Sie bezweifeln, dass das Gesetz wirklich weit genug geht.
31.07.2014 - 16:40 Uhr Kommentieren
Handschlag zwischen Kunde und Berater: Oft folgt die Beschwerde. Quelle: dpa

Handschlag zwischen Kunde und Berater: Oft folgt die Beschwerde.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wenn es nach Dorothea Mohn geht, gehören Provisionen für Anlageberater generell abgeschafft. „Ich denke, dass das die Beratungsqualität sehr verbessert würde“, sagt die Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). „Ziel sollte es sein, vom provisionsbasierenden Verkauf zu einer unabhängigen Beratung zu kommen.“

Zumindest ihrem Ziel einer unabhängigen Beratung ist der vzbv einen Schritt näher gekommen: Anfang August tritt ein neues Gesetz in Kraft, das eine rechtliche Grundlage für Honorarberatungen schafft, das sogenannte Honoraranlageberatungsgesetz.

„Die Erfahrung hat gezeigt: Provisionsbasierte Beratung kann Fehlanreize setzen“, erklärte das Bundesfinanzministeriums bereits Ende 2012. „Anleger wurden oftmals schlecht beraten und Risiken bestimmter Produkte verschleiert.“ Das neue Gesetz stärke eine unabhängige Beratung durch Honorar-Berater, da diese keine Provisionen einbehalten dürfen. Stattdessen werden sie vom Kunden direkt für ihre Leistungen bezahlt.

Die Bundesregierung will damit Berater, die mit einem Honorar durch den Kunden vergütet werden, fördern. Dadurch sollen Honorarberatungen als Alternative zur Beratung auf Provisionsbasis vorangetrieben werden. Durch das neue Gesetz ist nun auch das Berufsbild des Honorar-Beraters gesetzlich definiert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Dorothea Mohn vom vzbv hat drei Jahre lang für das Gesetz gekämpft. Sie sagt, sie freue sich, dass es das Gesetz nun gebe, aber mit dem Ergebnis ist sie unzufrieden: „Es ist handwerklich nicht gut umgesetzt.“ Tatsächlich gilt das neue Gesetz nicht für alle Finanzprodukte, sondern lediglich für Wertpapiere und Vermögensanlagen. Andere Kapitalanlagen wie Versicherungen, Bausparpläne oder Spareinlagen sind davon ausgenommen.

    Der Finanzexpertin geht die gesetzliche Regelung daher am Kern der Honorarberatung vorbei. „Honorar-Berater müssen in der Lage sein unabhängige Konzepte für eine vollumfängliche Finanzplanung ihrer Kunden erstellen“, sagt die Finanzexpertin. „Die Beratung muss aus einem Guss sein. Deshalb muss ein Honorarberater zu allen Finanzprodukten provisionsfrei beraten.“

    Das neue Gesetz ist noch nicht ausgereift
    Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Verbraucherschutz - Die neuen Pflichten der Honorarberater
    0 Kommentare zu "Verbraucherschutz : Die neuen Pflichten der Honorarberater"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%