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Verfahrenskostenhilfe Wohnen bei Oma schmälert Unterhaltsanspruch nicht

Wenn der Sohn kostenfrei bei seiner Oma lebt, schuldet der Vater ihm in bestimmten Fällen auch dann Unterhalt. Die Gewährung von Verpflegung und Unterkunft durch die Großmutter ist lediglich eine freiwillige Leistung.
02.07.2013 - 15:00 Uhr Kommentieren
Die Richter befanden, der Bedarf eines volljährigen Kindes verringere sich nicht dadurch, dass das Kind kostenfrei im Haushalt seiner Großmutter lebt. Quelle: gms

Die Richter befanden, der Bedarf eines volljährigen Kindes verringere sich nicht dadurch, dass das Kind kostenfrei im Haushalt seiner Großmutter lebt.

(Foto: gms)

Hamm Ein Vater schuldet seinem Sohn in bestimmten Fällen auch dann Unterhalt, wenn dieser kostenfrei bei der Großmutter lebt. In einem solchen Fall könne die Lebenssituation des Sohnes vergleichbar sein mit derjenigen eines Kindes mit eigenem Hausstand, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss. Die Gewährung von Verpflegung und Unterkunft durch die Großmutter und deren Ehemann sei eine "freiwillige Leistung Dritter". Dadurch werde der Unterhaltsanspruch des Sohnes gegen seinen Vater nicht geschmälert. (Az. 2 WF 98/13)

Der Bedarf eines volljährigen Kindes verringere sich nicht dadurch, dass das Kind kostenfrei im Haushalt seiner Großmutter lebt, befanden die Richter. Mit seinem Beschluss gewährte das OLG einem Sohn Verfahrenskostenhilfe, der den Unterhaltsanspruch gegen seinen Vater gerichtlich durchsetzen will. Der Sohn besucht die höhere Handelsschule und lebt kostenfrei im Haushalt seiner Großmutter, deren Ehemann ihn unterstützt.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht dem Sohn die Verfahrenskostenhilfe noch versagt mit der Begründung, er habe keinen eigenständigen Haushalt. Seine Lebenssituation sei vielmehr mit derjenigen eines volljährigen Kindes vergleichbar, das bei einem Elternteil lebe. Dieser Argumentation folgte der Familiensenat des Gerichts in Hamm nicht.

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