Versandapotheken Bundesgerichtshof prüft Arznei-Rabatte

Versandapotheken aus dem EU-Ausland bieten rezeptpflichtige Medikamente gerne mit Rabatten an. Dagegen haben nun deutsche Apotheker geklagt - und haben offenbar gute Aussicht auf Erfolg.
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Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob Versandapotheken aus anderen EU-Staaten für verschreibungspflichtige Medikamente günstiger in Deutschland anbieten dürfen. Quelle: dpa

Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob Versandapotheken aus anderen EU-Staaten für verschreibungspflichtige Medikamente günstiger in Deutschland anbieten dürfen.

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KarlsruheDürfen Versandapotheken anderer EU-Staaten deutschen Kunden Rabatte auf preisgebundene Arzneien gewähren? Über diese Frage verhandelt seit Mittwochvormittag der Bundesgerichtshof (BGH). Dem Gericht liegen Klagen gegen eine niederländische Internetapotheke vor, die verschreibungspflichtige Medikamente für den deutschen Markt mit Boni von drei Prozent des Warenwertes angeboten hatte. Dagegen hatten deutsche Apotheker geklagt.

Es dürfte absehbar sein, dass der BGH solche Rabatte verbieten wird. Denn bereits 2010 war der Senat dieser Meinung und rief den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes an, der dem BGH 2012 schließlich recht gab. In Deutschland sind die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente per Gesetz festgelegt. Am Mittwoch war noch unklar, wann der BGH sein Urteil verkünden wird.

  • dpa
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