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Vodafone-Urteil Werbung mit „grenzenlosem Surfen“ ist verboten

Grenzenlos ist nicht gleich grenzenlos. Diese Erfahrung mussten Vodafone-Kunden machen, die für Dienste wie „Skype“ draufzahlen mussten. Zwar wurde Vodafone verurteilt, doch diese Praxis betreiben alle großen Anbieter.
19.07.2013 Update: 19.07.2013 - 15:40 Uhr Kommentieren
Vodafone hatte seinen Smartphone-Tarif „RedM“ mit den Worten „ideal zum grenzenlosen Telefonieren und Surfen“ beworben. Quelle: dpa

Vodafone hatte seinen Smartphone-Tarif „RedM“ mit den Worten „ideal zum grenzenlosen Telefonieren und Surfen“ beworben.

(Foto: dpa)

Berlin Der Telekommunikationsanbieter Vodafone darf nicht mehr mit „grenzenlosem Surfen“ für seinen Mobilfunktarif werben, solange er die Internetnutzung im Kleingedruckten begrenzt. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf und entsprach damit einer Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), wie die Organisation am Freitag in Berlin mitteilte (Az.: 38 o 45/13).

Vodafone hatte demnach seinen Smartphone-Tarif „RedM“ mit den Worten „ideal zum grenzenlosen Telefonieren und Surfen“ beworben. Allerdings waren sogenannte Peer-to-Peer-Verbindungen wie etwa zum Chatten über Facebook und Skype oder zu Dateitauschbörsen sowie YouTube nur gegen einen Aufpreis von 9,95 Euro im Monat zu haben. Davon erfuhren die Kunden erst im Kleingedruckten oder nach mehreren Klicks auf Fußnoten am unteren Bildrand.

Laut einer Umfrage des vzbv beschränken bis auf ein Angebot fast alle großen Anbieter die Internetnutzung. Die großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone, Telefónica (O2) und E-Plus würden durchweg übliche Anwendungen einschränken.

vzbv-Vorstand Gerd Billen kritisierte daran vor allem, dass dadurch der Internetverkehr nach Art der Nutzung und nach Empfänger eingeteilt würde. Er bezeichnete dies als „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ im Internet: Jeder habe Anspruch auf einen diskriminierungsfreien Zugang zu Onlinediensten und Inhalten. Die Bundesregierung müsse die Netzneutralität deshalb gesetzlich verankern, erklärte Billen.

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    Die Umfrage der Verbraucherzentrale unter dem Motto „Surfer haben Rechte“ umfasste Dienste wie VoIP beziehungsweise „Skype“ (Telefonieren über das Internet), das Austauschen von Dateien, Instant Messaging und Tethering (Verbinden eines Smartphones mit einem PC oder Tablet, um diesem eine Internetverbindung zu ermöglichen). Nur ein Angebot bot auch im Hinblick auf diese Dienste wirklich „grenzenloses Surfen“.

    • afp
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