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VW Motor EA 189 Verbraucherschützer fordern Umrüstungen von Volkswagen

Elf Millionen VW-Motoren sind weltweit „auffällig“ bei ihren Abgaswerten. Deutsche Verbraucherschützer pochen auf Umrüstungen. Die Autoindustrie dürfe nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.
23.09.2015 - 14:33 Uhr
Verbraucherschützer verlangen von VW Nachrüstungen. Doch wie die aussehen könnten, ist bislang unklar. Quelle: Reuters
Test eines Volkswagens

Verbraucherschützer verlangen von VW Nachrüstungen. Doch wie die aussehen könnten, ist bislang unklar.

(Foto: Reuters)

Berlin Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht Volkswagen in der Pflicht, mögliche von der Manipulationsaffäre betroffene Autofahrer in Deutschland zu entschädigen. Volkswagen müsse jeden betroffenen Verbraucher von Schäden freistellen, um Vertrauen zurückzugewinnen, und entweder „alle betroffenen Fahrzeuge nachrüsten“ oder einen individuellen Anspruch auf Nachrüstung zugestehen, erklärte vzbv-Vorstand Klaus Müller am Mittwoch in Berlin. Zudem forderte er die Bundesregierung auf, Prüfverfahren und Autos in Zukunft stärker zu kontrollieren und zu regulieren. Bisher werde die Automobilindustrie in Deutschland mit „Samthandschuhen angefasst“.

Volkswagen hat bereits 6,5 Milliarden Euro für nachträglichen Änderungen an Fahrzeugen und die Zurückgewinnung des Kundenvertrauens zurückgestellt. Doch es sei noch zu früh, über konkrete Nachrüstungen zu sprechen, hatte es am Dienstag geheißen.

Müller forderte die Automobilbranche auf, ihre Software und Programmierung in den Fahrzeugen offen zu legen. Es müsse nachvollziehbar sein, welche Programme am Auto welche Funktionen haben und wie programmiert seien.

Volkswagen steckt in einer tiefen Krise: Der Konzern hatte zugegeben, die Abgaswerte von Fahrzeugen in den USA manipuliert zu haben. Mittels einer Software wurde der Schadstoffausstoß nur bei offiziellen Tests vollständig kontrolliert, nicht aber beim normalen Betrieb der Autos. Die Dieselfahrzeuge stießen folglich im regulären Straßenverkehr mehr Stickoxide aus als erlaubt. Stickoxide werden als gesundheitsschädlich eingestuft und können zu Atemwegserkrankungen führen.

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    Am Dienstag hatte VW bekanntgegeben, dass die Software in weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen steckt. Um welche Modelle es sich handelt und in welchen Ländern sie verkauft wurden, teilte der Konzern nicht mit. Allerdings hatte VW erklärt, dass die aktuell in der EU angebotenen Neuwagen mit Dieselantrieb die gesetzlichen Anforderungen und Umweltnormen erfüllten. Zudem beeinflusse die Software „weder Fahrverhalten, Verbrauch noch Emissionen“.

    • afp
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