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VW und Dieselgate Erste US-Investoren verklagen Volkswagen

Die Manipulationen der Emissionen von Diesel-Fahrzeugen bringen auch die Aktionäre in Rage. In den USA ist eine erste Klage von Aktionären anhängig, die sich vom Wolfsburger Konzern betrogen fühlen.
28.09.2015 - 08:44 Uhr 25 Kommentare
Die US-Anteilsscheine Volkswagen ADR ermöglichen Klagen von US-Aktionären wegen der Abgasmanipulationen. Quelle: ap
US-Finanzzentrum

Die US-Anteilsscheine Volkswagen ADR ermöglichen Klagen von US-Aktionären wegen der Abgasmanipulationen.

(Foto: ap)

New York Dem Volkswagen-Konzern wird in einer Klage in den USA vorgeworfen, Investoren betrogen zu haben. Diese hätten künstlich aufgeblähte Preise für die ADR genannten VW-US-Anteilsscheine gezahlt, weil das Unternehmen die Auto-Abgaswerte unzulässig manipulierte.

Ein Pensionsfonds aus Michigan hat diese wohl erste Aktionärsklage auf den Weg gebracht. Grund ist der Einsatzes eines „Defeat Device“, dessen Software es ermöglichte, die Emissionen von Diesel-Fahrzeugen bei Abgastests unter die realistischen Werte zu drücken. ADR-Investoren hätten dadurch Hunderte Millionen Dollar verloren, so der Klagevorwurf. Seit Bekanntwerden des Skandals vor anderthalb Wochen haben die ADR ähnlich wie die Aktie fast ein Drittel an Wert verloren.

Der Fonds will auch andere Aktionäre vertreten und sucht nach Unterstützern. Dabei könnten die ADR-Besitzer allerdings die einzigen sein, die auf Schadenersatzklagen in den USA bauen könnten. Denn eine Entscheidung des US-Verfassungsgericht aus dem Jahr 2010 macht es für die meisten Investoren unwahrscheinlich, ihre Verluste vor Gericht einklagen zu können, so Salvatore Graziano von der Kanzlei Bernstein Litowitz Berger & Grossman in New York.

Denn damals hatten die Richter anlässlich eines Verfahrens rund um die National Australia Bank entschieden, dass die US-Gesetze keine Investoren schützten, die Wertpapiere von nicht-amerikanischen Firmen an ausländischen Börsen kaufen. Damit könnten zumindest US-Gerichtsverfahren sich nur auf ADR-Eigner stützen, meint der Jurist. Die bedeutenden VW-Aktien sind aber die im Aktienindex Dax notierten Vorzugsaktien sowie die Stammaktien des Konzerns.

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    Die höchstrichterliche Entscheidung aus dem Jahre 2010 „macht es VW möglich, die Zahlung von Milliarden an Dollar zu vermeiden“, so Graziano. Seine Kanzlei werde daher keine Sammelklage einreichen. Bernstein Litowitz Berger & Grossman führt ein Verfahren gegen den US-Autokonzern General Motors wegen des Skandals um defekte Zündschlösser. Mehr als 100 Personen waren in Folge des technischen Fehlers umgekommen.

    Mehr als 80 Klagen von Verbrauchern
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    25 Kommentare zu "VW und Dieselgate: Erste US-Investoren verklagen Volkswagen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Herr Henry Wuttke.

      Bei der aktuellen Zahl von 11 000 000 Fahrzeugen und Ihren geschätzten Kosten komme ich auf 11 Milliarden Euro Kosten, nicht auf 110 plus eine Strafe die nicht größer sein sollte als bei den Verstößen anderer Automobilhersteller mit Urteilssprüchen in den USA!!!

      Bei den viel zu schnell enger gesteckten CO2 Grenzen der EU gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
      Denn was auch nicht jeder weiß.... Wird der Flottenausstoss einer Marke an Co2/Km zum jeweiligen Stichtag verfehlt, kostet das den Hersteller 700Mio Euro PRO GRAMM!
      Der Druck ist imens.
      Und noch mal ganz allgemein.
      Volkswagen hat klar manipuliert.....Und sich natürlich alles andere als korrekt seinen Kunden und allen anderen Betroffenen verhalten, ABER alle anderen Automobilhersteller schaffen die geforderten Stickoxidgrenzen ebenso wenig.....
      Das heißt, dass seit Jahren alle Diesel-Fahrzeuge (PKW) rechtswidrig unterwegs sind... Steuergerät hin oder her.
      Das wird ebenso locker hingenommen, wie die NEFZ Verbrauchsangaben, die für den Fahrer eines KFZ wohl kaum unter realen Bedingungen einhaltbar sind.
      Streng genommen ist das auch Betrug....
      Denn ich verbrauche deutlich mehr und habe somit auch mehr Co2 Ausstoss.

    • 148 Milliarden € kostet die Manipulation dem VW-Werk zurzeit

      Von der Manipulation sind 11 Millionen Fahrzeuge betroffen. Die Nachbesserung wird ca. 1.000,- € je Fahrzeug kosten. Das macht eine Aufwendung von 110 Milliarden €. Dazu kommen die Strafzahlungen der US Behörde und die Sammelklagen aus der Welt. Mit der Strafzahlung der US Behörde, wird VW 128 Milliarden € stemmen müssen. Zudem muss noch der Kapitalverlust von Anlegen eingerechnet werden. Der Gesamtschaden könnte sich auf über 148 Milliarden € belaufen.

      Arroganz und Erfolgswahn haben VW in eine sehr schlimme Situation gebracht. Seit 2007 tüfteln Techniker und Ingenieure an den betroffenen Dieselaggregaten. Bis heute ist es bei diesen Dieselaggregaten nicht gelungen die vorgegebenen Emissionswerte ohne Manipulation der Elektronik zu erzielen.

      Wer glaubt denn im Ernst, dass innerhalb weniger Wochen das Problem gelöst werden kann. Neuartige Russfilter und verbesserte Katalysatoren können weiterhelfen. Doch bleibt das Hauptproblem in der Zusammensetzung vom Diesel bestehen. Die Emissionswerte können nicht unendlich verringert werden. Der Diesel dürfte unter diesen Umständen für kleinere Fahrzeuge zu teuer werden.

      Damit kommen wir zu dem anderen Mitspieler, das ist die Politik. Politiker können nicht ständig neue Verschärfungen bei den Emissionswerten fordern. Politiker nötigen die Industrie durch unvernünftige Vorgaben zu Fehlern. Technisch ist vieles möglich, aber alles zu seiner Zeit.

      Die Reihe der Mitverantwortlichen dieser Manipulation wird durch alle Bereiche gehen und sehr lang sein. Wer Interesse hat, sollte sich über die genauen Strukturen in den VW-Werken informieren.



    • Jetzt wird die Gesamte Lage von VW wo möglich ausgenutzt um weitere " PRO PORSCHE " Manager bei VW intensiver zu etablieren ?????


    • Der Fonds will auch andere Aktionäre vertreten und sucht nach Unterstützern.

      --------

      Da genügt es schon in deutsche Nachrichten die Bestätigung sich geben zu lassen dass im Jahr 2007 schon Hinweise darüber gab als auch im Jahr 2011.

      Dazu sogar Hinweise dass die EU sich schriftlich an die Bundesregierung gewendet hatte.

      Am Ende heißt es für VW dass jetzt zu 52,2 % zu PORSCHE gehört, nur noch " Bezahlen ! "

      AUDI AG gehört zu mindestens 98% zu VW.

      Also geht jetzt Porsche unter...und die weltweite Konkurrenten sind die Sieger daraus.

      Am Ende wird gespart und gespart bei den Mitarbeitern...

      die sich einmal bei AUDI oder VW beworben hatten weil diese nicht für PORSCHE arbeiten wollten...

      aber jetzt in dem ZWANG SIND FÜR PORSCHE DOCH ARBEITEN ZU MÜSSEN !




    • Vielleicht wissen Sie ja nicht aber der Spritverbrauch pro Passagier liegt in etwa wie bei einem VW Diesel PKW ca. 6l. Wenn Sie also mit ihrem VW Diesel alleine zur Arbeit täglich fahren zählt als würden Sie hinfliegen.

      Mal darüber nachdenken.


    • @ Herr Robert Laitko

      >> Zumal macht es auch einen riesen Unterschied der Umweltbelastung ob ein Fahrzeug 6 Liter Diesel oder 20 Liter Benzin verbraucht. >>

      Da haben Sie nicht ganz unrecht !

      Allerdings sind die Werte vom Verbrauch der 20 Liter SUV-LKW’s ( Geländefahrzeuge zu Deutsch ) auch alle verlogen.
      Sie werden wohl nicht bestreiten, dass die ganzen Gelände-Dreckschleuder, die ÜBERHAUPT KEINE DASEINSBERECHTIGUNG auf DEUTSCHEN Strassen haben, auch alle mit verlogenen Verbrauchs-Angaben herumfahren.

      Auch diesen Umstand haben wir der verlogenen Geschäftspolitik des VEB-VW zu verdanken ( den Aufsichtsrat managen Gewerkschaftsbosse und Politdilettanten ) .

      In Europa ist alles getürkt und verlogen. Gott sei Dank haben die AMIS NOCH PAAR UNABHÄNGIGE PRÜFER; DIE SO EINEN Millionenschwindel entlarven können.

    • @ Herr J.-Fr. Pella

      >> Sie fliegen doch auch in den Urlaub.. Die tonnenweise herausgeschleuderten, ungefilterten Kerosinkonzentrate >>

      Das Eine entschuldigt nicht das andere !

      Ein Vergleich Flug-Auto ist obszön. Die Giftgase von Autos schlucken Sie 365 Tage im Jahr, die Kerosinabgase beim Fliegen nur Paar mal im Jahr.

      Natürlich sind die Ausstösse von Kerosinabgasen in Flughafennähen auch nicht ausser Acht zu lassen.

    • Es betrifft 11 Millionen Fahrzeuge weltweit, nicht in Europa.
      Wie ich schon schrieb, muss dieser Skandal natürlich Konsequenzen haben.
      Ich gebe Ihnen Recht in Bezug auf die Gesundheitsgefährdung.
      Diese betrifft jedoch alle Automobilhersteller gleichermaßen, denn im Fahrbetrieb schafft die Einhaltung der Grenzen LEIDER keiner.
      Die Probleme liegen also tiefer.
      Deshalb finde ich es höchst riskant, ja fast schon skandalös jetzt mit dem Finger auf nur einen von vielen zu zeigen und kann absolut nicht verstehen, wenn Leute jubelnd den Amerikanern Recht geben, deren Umweltzerstörung scheinbar keine Grenzen kennt.
      Zumal macht es auch einen riesen Unterschied der Umweltbelastung ob ein Fahrzeug 6 Liter Diesel oder 20 Liter Benzin verbraucht.
      Auch sollte mal geklärt werden, ob die in Europa angeblich betroffenen Fahrzeuge tatsächlich an europäischer Vorgabe auffällig sind.
      Denn z.B. in Deutschland legt man höheren Wert auf die Einhaltung von CO und CO2 Grenzen, im Gegensatz zu den USA. Deshalb fahren die auch so riesige Dreckschleudern.
      Nächstes Beispiel sind die Dieselpickups ala Chevrolet mit jenseits der 6 Liter Hubraum, die von der Einhaltung des Stickoxid- Ausstoßes nicht betroffen sind, da sie schlicht und ergreifend als LKW zählen.... Der Dreck kommt dort aber trotzdem hinten raus.... Nur heißt das Kind anders.
      Darüber hört man aber nichts.
      Das sind aber tolle Saubermänner.....

    • @ Queri
      ........Giftschleuder von W..........
      Sie fliegen doch auch in den Urlaub.. Die tonnenweise herausgeschleuderten, ungefilterten Kerosinkonzentrate,..........
      oder machen Sie lieber Kreuzfahrten mit MSC, COSTA, TUI usw. deren Luxusliner wunderbares Schweröl durch die Luft jagen, natürlich ungefiltert ........ usw. usw...
      Aber dies ist ja Urlaub oder?????

    • >> Made in Germany "

      Bei 600.000 Arbeitsplätzen bei VW weltweit, bei 250.000 Arbeitsplätzen in Deutschland, von " Made in Germany" zu sprechen bedarf auch schon einer besonderen Sichtweise.

      Wo " Made in Germany" drauf steht, ist meistens schon längst " Made in Chine" drin !

      "Made in Germany" war vor der Wende ein Prädikat.

      Seit die Mauer gefallen ist , gibt es kein "Made in Germany" mehr.

      Dieser Begriff verfolgt nur noch die propagandistische Betonköpfe, die der alten Bundesrepublik nachtrauern und sich mit der verlogenen Berliner-Republik längst aus Eigennutz arrangiert haben ( flächendeckender Lug und Trug ) !

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