Wulff-Vertrauter Groenewold muss sich Anlegerklagen stellen

Kaum raus aus dem Gerichtssaal, dürfte es für David Groenewold bald wieder hinein gehen – jedoch aus völlig anderen Gründen. Dem Filmproduzenten steht eine Reihe von Klagen von Anlegern seiner Filmfonds ins Haus.
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Wulff-Vertrauter David Groenewold: Anleger verklagen den Produzenten wegen von ihm aufgelegten Filmfonds. Quelle: Reuters

Wulff-Vertrauter David Groenewold: Anleger verklagen den Produzenten wegen von ihm aufgelegten Filmfonds.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfAuf den Filmfinanzier und Vertrauten des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, David Groenewold, rollt eine Welle von Anlegerklagen zu, berichtet die digitale Tageszeitung Handelsblatt Live. Groenewold hatte zwischen 2002 und 2005 die Filmfonds GFP I, GFP II und GFPII aufgelegt um mit dem Anlegergeld deutsche Filme zu produzieren. Die Anleger wurden damals mit Steuervorteilen gelockt. Die versprochenen Einnahmen aus den Filmproduktionen blieben jedoch zum großen Teil aus.

Bislang seien 24 Anlegerklagen anhängig, bestätigte Groenewolds Anwalt dem Handelsblatt. Weitere Klagen sind nach Angaben mehrerer Kanzleien in Vorbereitung. Groenewold hatte nach Wegfall der Steuervorteile das Geld der Fonds nicht mehr in Filme, sondern in die Filmproduktionsfirma Odeon gesteckt. Deren Kurs ist seither stark gefallen.

Die Anleger werfen Groenewold Prospektfehler und Falschberatung vor. Groenewold, der sich mit der Produktion von Filmen wie „Das Wunder von Lengede“ und „Elementarteilchen“ einen Namen machte, ließ gegenüber dem Handelsblatt mitteilen, er habe „niemanden falsch beraten oder getäuscht.“ Die verwendeten Prospekte seien nicht fehlerhaft. Er habe auch keine Provisionen und versteckte Vergütungen erhalten.
Groenewold ist aus der Geschäftsführung der Fonds bereits 2011 ausgeschieden.

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