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Aktuelle Rechtsprechung Ebay kurios: Kein Porsche für 5,50 Euro

Das Landgericht Koblenz hat die Klage eines Käufers, der einen fast neuwertigen Porsche im Internet für 5,50 Euro ersteigert hatte, auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 75 000 Euro abgewiesen.
Alte gebrauchte Porsche sind sehr wertstabil. Daher kann auch bei Ebay der Käufer nicht hoffen, ein Schnäppchen für wenige Euro zu machen. Quelle: dpa

Alte gebrauchte Porsche sind sehr wertstabil. Daher kann auch bei Ebay der Käufer nicht hoffen, ein Schnäppchen für wenige Euro zu machen.

(Foto: dpa)

HB DÜSSELDORF. In dem entschiedenen Fall hatte der Verkäufer über das Internet-Auktionshaus Ebay einen gebrauchten Porsche 911/997 Carrera 2 S Coupé, der einen Neuwert von mehr als 105 000 Euro hatte, im April 2007 erstmals zugelassen worden war und eine Laufleistung von 5 800 km aufwies, zu einem Mindestgebot von einem Euro zur Versteigerung angeboten.

Nach nur acht Minuten beendete der Verkäufer, dem nach seinem Vorbringen bei der Einstellung des Angebots im Internet ein Fehler unterlaufen war, die Auktion vorzeitig. Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings der Käufer bereits ein Kaufangebot in Höhe von 5,50 Euro für das Fahrzeug abgegeben; als Höchstbetrag für sein Gebot hatte er einen Betrag von 1 100 Euro angegeben.

Am gleichen Tag forderte er den Verkäufer zur Mitteilung eines Übergabetermins für das Fahrzeug auf und bot die Zahlung seines Gebotsbetrags von 5,50 Euro an.

Zwar sei auf der Grundlage der Versteigerungsbedingungen von Ebay ein Vertrag über den Kauf des Porsche zu einem Preis von 5,50 Euro wirksam zustande gekommen, meinten die Koblenzer Richter. Auch habe der Verkäufer den Vertrag nicht wirksam wegen Irrtums angefochten. Dennoch sei es rechtsmissbräuchlich, wenn der Käufer auf Einhaltung des Kaufvertrages bestehen könne.

Der Käufer habe nicht davon ausgehen können, für 5,50 Euro ein Fahrzeug im Wert von 75 000 Euro erwerben zu können (Az.: 10 O 250/08).

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