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„Cum-Ex“-Geschäfte So umgingen zahlreiche Aktienhändler den Fiskus

Am kommenden Mittwoch befasst sich der Bundesfinanzhof mit „Cum-Ex“-Geschäften. Durch geschickte Tauschdeals und Leerverkäufe sind Banken, Fonds und Händler Kapitalertragssteuern umgangen. Wie konnte das funktionieren?
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Die Finanzämter erstatteten nach den Börsendeals letztlich mehr Steuern, als sie zuvor eingenommen hatten. Quelle: dpa

Die Finanzämter erstatteten nach den Börsendeals letztlich mehr Steuern, als sie zuvor eingenommen hatten.

(Foto: dpa)

München Die „Cum-Ex“-Aktiendeals sollen zahlreiche Banken in Deutschland, aber auch Fonds und Händler betrieben haben: Papiere werden rund um den Dividendenstichtag - meist die Hauptversammlung - schnell hintereinander ge- und wieder verkauft. Dabei kann es zur mehrfachen Erstattung von Kapitalertragssteuern kommen. In dem Fall, der kommenden Mittwoch (16. April) vor dem Bundesfinanzhof verhandelt wird, geht es um sogenannte Leerverkäufe, also den Handel mit Aktien, die der Verkäufer gar nicht selbst besitzt.

Das funktioniert so: Am Tag vor der Dividendenauszahlung notieren die Aktien an den Börsen „cum Dividende“ und danach niedriger, nämlich „ex Dividende“. Die Banken verkaufen die Aktien leer an einem „cum“-Tag, müssen sie aber wegen der Börsenregelungen erst nach zwei Tagen an den Käufer liefern. Sie beschaffen sich die Papiere also nach dem Dividendenstichtag zum „ex“-Preis - also ohne Dividende - von einem Dritten und liefern diese Aktien an den Käufer. Für die Margen sorgen dabei parallel abgeschlossene Kurssicherungsgeschäfte, die Risiken ausschließen.

Auf die Dividende wird Kapitalertragssteuer fällig, die sich sowohl der Käufer als auch der jeweilige Dritte, von dem sich die Banken die Aktien beschafft hatten, anrechnen ließen. Die Finanzämter erstatteten dadurch letztlich mehr Steuern, als sie zuvor eingenommen hatten.

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