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Edelmetalle Gold und andere Edelmetalle genießen Steuerprivilegien

Nach einer einjährigen Haltefrist fallen keine Steuern bei Gewinnen mit Edelmetallen an, die physisch gehalten werden. Auch der Goldkauf bietet steuerliche Vorteile.
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Der Handel mit Edelmetallen kann steuerliche Vorteile bringen. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Gold-Körner

Der Handel mit Edelmetallen kann steuerliche Vorteile bringen.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

FrankfurtSorgen um die Weltkonjunktur und wegen Kurseinbrüchen an den globalen Börsen haben Edelmetalle bei Anlegern wieder in den Fokus gerückt. Eine Depotabsicherung mit Gold, Silber und Co. wird wieder stärker nachgefragt.

Wer seine Edelmetallbestände veräußern will, hat gute Chancen, vom Fiskus unbehelligt zu bleiben. Denn grundsätzlich sind Wertgewinne bei physischen Edelmetallen nach einem Jahr Haltefrist steuerbefreit, und zwar unabhängig von der Menge, erklärt Robert Hartmann, Mitgründer des Edelmetall-Handels Pro Aurum. Wer seine Bestände vor Jahresfrist verkauft, unterliegt der Abgeltungsteuer, allerdings erst ab Erträgen von 600 Euro.

Die gleiche Regelung gilt für Anleger, die sich statt für physisches Gold für Indexfonds auf den Goldpreis, sogenannte Exchange Traded Products (ETC), entscheiden. Das gilt allerdings nur dann, wenn diese ETCs den Anlegern einen Anspruch auf eine Auslieferung des Edelmetalls bieten. Dazu zählen etwa Xetra-Gold von der Deutschen Börse oder Euwax-Gold von der Börse Stuttgart.

Wer Gold- oder Silberschmuck verkaufen möchte, ist ebenfalls von der Steuer befreit. „Solange man den Schmuckverkauf als Privatperson durchführt und nicht als Unternehmer, fällt keine Einkommensteuer an“, erklärt Hartmann. „Das sollte man aber nicht öfter als drei- bis fünfmal pro Jahr machen, da sonst die Steuerbehörden eine gewerbliche Absicht unterstellen könnten.“

Bei Gold kommt schon beim Einkauf ein steuerlicher Vorteil zum Tragen: Seit 1993 ist Gold, das zur Kapitalanlage verwendet wird, von der Mehrwertsteuer befreit. Dazu zählen neben Barren auch Münzen wie der Maple Leaf, der Krügerrand, China Panda oder der Wiener Philharmoniker.

Wer sich für Silber entscheidet, muss unter Umständen die volle Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent zahlen. 2014 wurde der verminderte Steuersatz von sieben Prozent gestrichen. Bei den meisten Händlern gibt es dennoch die Möglichkeit, zu einem niedrigen Steuersatz einzukaufen: Für Silbermünzen und -barren, die aus dem Nicht-EU-Ausland importiert werden, gilt die sogenannte Differenzbesteuerung.

Händler müssen für sie nur die Einfuhrumsatzsteuer von sieben Prozent bezahlen. Im Verkauf wird außerdem der Gewinn auf die Differenz zwischen dem Ein- und Verkaufspreis besteuert, was zu weiteren Preisaufschlägen von einem bis zwei Prozent führt.

Bei anderen Edelmetallen wie Palladium oder Platin fällt beim Kauf die volle Mehrwertsteuer von 19 Prozent an. „Hier müssten Anleger auf Lösungen wie beispielsweise ein Zollfreilager zurückgreifen, wenn sie die Mehrwertsteuer einsparen möchten“, heißt es bei den Experten vom Goldhandel Degussa.

Wer mit Finanzinstrumenten wie Zertifikaten auf den Goldpreis oder mit einem Indexfonds auf Goldminen-Aktien setzt, genießt keine Steuerbefreiung. Bei Erträgen aus diesen Anlageprodukten fällt die Abgeltungsteuer an.

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