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Erbschaftssteuer Erben können Wertpapierdepot klein rechnen

Die Erbschaftssteuer - ein rotes Tuch für viele Erben. Ein Sonderfall ist das Wertpapierkonto. Das Glück der Erben ist, dass der Wert eines Depots nie ganz eindeutig ist, und somit auch nicht die Steuerabzüge.
30.08.2011 - 18:50 Uhr 2 Kommentare

Düsseldorf Für viele Erben ist es ein Ärger, wenn das Finanzamt anklopft und einen gehörigen Anteil von der Erbschaft gleich einkassiert. Wer ein Wertpapierdepot erbt, kann dem Finanzamt allerdings ganz gesetzeskonform ein Schnippchen schlagen.

Bei Wertpapierdepots können die Erben einen Steuervorteil rausschlagen. Quelle: dpa

Bei Wertpapierdepots können die Erben einen Steuervorteil rausschlagen.

(Foto: dpa)

Als Basis für die Abzüge gilt der Kurs der Wertpapiere zum Todestag des Besitzers. Allerdings gibt es für eine Aktie je nach Handelsort leicht unterschiedliche Kurse, wenn es zum Beispiel an der Börse Hamburg gerade eine leicht höhere Nachfrage gibt als im Xetra-Handel. Diese Unterschiede können sich Erben zunutze machen, denn beim Finanzamt können sie den niedrigsten an einer deutschen Börse notierten Kurs melden. Außerdem können sie mit dem meist niedrigeren Geldkurs (im Gegensatz zum Briefkurs) rechnen. Das geht aus Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder vom 17.5.2011 hervor (Az. S 3715S).

Diese Steuerersparnis ist allerdings Fleißarbeit: Die Depotbank meldet dem Finanzamt zwar automatisch die Daten des Verstorbenen, geht auf die unterschiedlichen Wertpapierkurse allerdings nicht ein. Im Internet sind diese Kurse allerdings jedem zugänglich.

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    2 Kommentare zu "Erbschaftssteuer: Erben können Wertpapierdepot klein rechnen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kurze Nachfrage:
      Welchen Kurs kann ich nehmen, wenn mehrere Kurse an EINEM ORT festgestellt wurden und die Aktie z.B. steigt, dann ganz tief fällt und dann wieder steigt?

    • Na ja: diese Arbitrage-Vorteile sind aber sehr klein!

      Im wesentlichen hat der Staat keine Anstrengung mit dem Tod eines Bürgers. Weshalb kassiert er dann die Todessteuer? Und welche moralisch-ethische Berechtigung hat er dafür?

      Richtig: für staatliche Leichenfledderei gibt es keine Rechtfertigung. Es zeigt nur, wie verkommen unser Staat ist. Wir sollten unsere Abgeordneten auch nach diesem Gesichtspunkt auswählen.

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