Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Freibeträge, Kindergeld, Dienstwagen Diese neuen Regeln gelten im kommenden Jahr für Steuern und Abgaben

2019 werden Steuerzahler deutlich entlastet. Das ändert sich bei Freibeträgen, Kindergeld und anderen Regelungen.
Kommentieren
Unterm Strich wird der Bürger 2019 mehr in der Tasche haben. Quelle: dpa
Steuern

Unterm Strich wird der Bürger 2019 mehr in der Tasche haben.

(Foto: dpa)

Berlin Als Steuerzahler wird der Bürger 2019 entlastet, als Beitragszahler nicht unbedingt. Das steuerliche Entlastungspaket hat das Bundesfinanzministerium auf rund zehn Milliarden Euro beziffert.

Durch die Erhöhung des Grundfreibetrags (von 9.000 Euro auf 9.168 Euro) und des steuerlichen Kinderfreibetrags (von 7.428 Euro auf 7.620 Euro) wird mehr Einkommen dem Zugriff des Staates entzogen. Unterm Strich wird der Bürger also mehr in der Tasche haben.

Für eine weitere Entlastung von Haushalten mit Kindern wird die Erhöhung des Kindergeldes sorgen. Zum 1. Juli 2019 steigt das Kindergeld für das erste und zweite Kind um zehn Euro auf 204 Euro, für das dritte von 200 auf 210 Euro, und ab dem vierten Kind wird es ebenfalls um zehn Euro auf 235 Euro erhöht.

Überlässt der Arbeitgeber seinen Beschäftigten Elektrofahrräder oder herkömmliche Fahrräder zur privaten Nutzung, so müssen diese geldwerten Vorteile nicht versteuert werden. Auf diese Weise will die Bundesregierung die Elektromobilität und die umweltverträgliche Mobilität fördern.

Allerdings ist die Freude nicht ungetrübt. Wenn ein Elektrofahrrad mehr als 25 Kilometer in der Stunde schafft, so gilt es als Kraftfahrzeug. In diesem Fall sind dann die Regelungen der Dienstwagenbesteuerung anzuwenden. Wählen Arbeitnehmer als Dienstwagen ein Elektrofahrzeug, müssen sie künftig weniger Steuern auf die private Nutzung des Dienstwagens zahlen. Die Bemessungsgrundlage wird halbiert.

Auch eine Entlastung winkt Arbeitnehmern bei der Arbeitslosenversicherung. Der Beitragssatz sinkt von drei Prozent auf 2,5 Prozent. Allerdings ist der Genuss nicht ungetrübt. Denn der Pflegebeitrag steigt zum 1.1.2019 um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent des Bruttolohns. Beitragszahler ohne Kinder müssen 3,3 Prozent zahlen.

Positiv für die 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen dürfte sich das Engagement der Arbeitgeber auswirken. Sie müssen ab Januar 2019 wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen, also einschließlich des Zusatzbeitrags. Mit 6,9 Milliarden Euro dürften Arbeitnehmer und Rentner durch diese Maßnahme entlastet werden.

Zum 1. Januar 2019 treten Verbesserungen bei der Mütterrente in Kraft. Bislang wurden zwei Jahre Kindererziehungszeit bei der Rente für jedes Kind berücksichtigt, das vor 1992 geboren wurde. Jetzt wird bis zu einem halben Jahr zusätzlich angerechnet. So wird sich die Rente der Berechtigten pro Kind in den alten Bundesländern um rund 16 Euro erhöhen, in den neuen Bundesländern um mehr als 15 Euro.

Im kommenden Jahr drohen Gutverdienern tendenziell höhere Sozialabgaben. Denn der Bundesrat billigte in seiner letzten Sitzung die von der Bundesregierung vorgeschlagene Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen. Bis zur Beitragsbemessungsgrenze müssen Arbeitnehmer Beitragszahlungen für die Sozialversicherung zahlen. Jeder Euro, der darüber hinausgeht, ist von Beitragszahlungen befreit.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2019 auf 4.537,5 Euro. Bei der Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung wird nach neuen und alten Bundesländern unterschieden. In den alten Ländern steigt sie auf 6.700 Euro, in den neuen auf 6.150 Euro.

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: Freibeträge, Kindergeld, Dienstwagen - Diese neuen Regeln gelten im kommenden Jahr für Steuern und Abgaben

0 Kommentare zu "Freibeträge, Kindergeld, Dienstwagen: Diese neuen Regeln gelten im kommenden Jahr für Steuern und Abgaben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote