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Haftungsrisiko für Steuerberater ist gewachsen - Kammer fordert einheitliches Jahressteuergesetz Gut informiert sein - sonst wird es teuer

Steuerberater zu sein war noch nie einfach. 118 Steuergesetze, 87 Verordnungen und 4000 Steuererlasse ergeben zusammen mehr als 100  000 deutsche Steuervorschriften, die eine Beraterin oder ein Berater schon bisher intus haben musste, wollte sie oder er nicht das Risiko einer falschen Beratung eingehen.
  • Eva Engelken

HB DÜSSELDORF. Mittlerweile reicht das nicht mehr. Steuerberater müssen ihr Ohr am Puls der steuerlichen Entwicklung haben und sich aus der Tageszeitung über geplante Änderungen des Steuerrechts informieren, fordert der Bundesgerichtshof (BGH).

Kein ganz leichtes Unterfangen angesichts der Lichtgeschwindigkeit, in der sich Steuervorschriften ändern. An der Spitze liegen das Einkommensteuergesetz mit 50 Änderungen seit 1998, die Abgabenordnung (rund 30 Änderungen), das Umsatzsteuergesetz und das Körperschaftssteuergesetz mit jeweils rund 20 Modifikationen. Andere Steuern, etwa Mineralöl oder Tabak, sind weniger reparaturanfällig, aber gänzlich gefeit vor der Regelungswut des Gesetzgebers ist keine Vorschrift; selbst das ganz junge Alkopopsteuergesetz hat schon eine erste Änderung hinter sich.

Hier auf dem Laufenden zu bleiben, ist an sich schon eine Herkulesaufgabe für die 77 020 deutschen Steuerberater und Steuerberatungsgesellschaften. Das BGH-Urteil vom Sommer 2004 hat den Schwierigkeitslevel noch gesteigert. Es bedeutet, dass Berater sich ständig über in der Tagespresse angekündigte, aber noch nicht verabschiedete Steuerrechtsänderungen informieren und ihre Mandanten entsprechend beraten müssen.

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