Hintergrund zur Einkommensteuererklärung 2008/2009 Aktuelle Steuer-Spartipps

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Geld zur Kapitalanlage: Wenn Ihr Kind Geld erbt oder geschenkt bekommt, zählt dieses Vermögen im Jahr des Zuflusses zu den Bezügen des Kindes. Falls das Finanzamt davon erfährt, können Sie dadurch Ihren Kindergeldanspruch verlieren, weil diese Bezüge auf den Jahresgrenzbetrag (7 680 Euro) angerechnet werden. Durch geschickte Gestaltung können Sie diesen Nachteil vermeiden. Sind Geldzuwendungen nämlich ausdrücklich zur Kapitalanlage bestimmt, gehören sie nicht zu den Bezügen des Kindes.

Eltern von über 25jährigen Kindern: Wenn Ihr Nachwuchs das 25. Lebensjahr schon überschritten hat und Sie deshalb kein Kindergeld mehr erhalten, gehen Sie nicht zwangsläufig leer aus: Kosten für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung Ihrer Kinder können Sie im günstigsten Fall noch bis zu 7 680 Euro jährlich als außergewöhnliche Belastungen ansetzen. Ihr Kind darf dann aber keine nennenswerten Einkünfte erzielen. Vergessen Sie außerdem nicht, den Ausbildungsfreibetrag von jährlich 924 Euro zu beantragen Dieser steht Ihnen zu, wenn Sie für ein volljähriges Kind in Berufsausbildung Anspruch auf Kindergeld haben und das Kind auswärtig untergebracht ist (z. B. an der Ausbildungsstätte vor Ort).

Unterhaltszahlungen können Sie ausnahmsweise auch dann absetzen, wenn Sie gesetzlich gar nicht verpflichtet sind, Unterhalt zu zahlen. Das gilt vor allem für Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, bei denen Ansprüche auf Sozialhilfe und Arbeitslosengeld wegen des Zusammenlebens bzw. wegen der Unterhaltsleistungen gekürzt werden.

Gesundheitskosten: Sie können den Teil der Kosten für die neue Brille oder den festimplantierten Zahnersatz, den die Krankenkasse nicht erstattet, als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd ansetzen. Voraussetzung für den Steuerabzug ist aber, dass der im Gesamtjahr aufgelaufene Betrag für die zumutbare Eigenbelastung eine bestimmte Grenze übersteigt. Er richtet sich nach Einkommenshöhe, Familienstand und Anzahl der Kinder. Bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40 000 Euro liegt er beispielsweise bei 400 Euro. Verheiratete mit bis zu zwei Kindern und Einkünften bis 51 130 Euro im Jahr dürfen ab einer Drei-Prozent-Grenze absetzen. Für kinderlose Unverheiratete in der Verdienstgruppe bis 30 000 Euro liegt die Grenze bei sechs Prozent.

Wer viel absetzen will, sollte gut planen: Größere Anschaffungen wie z.B. Zahnspangen also dann tätigen, wenn die Chance besteht, dass die Eigenbelastung überschritten wird. Das heißt, dass entsprechende Investitionen entweder zusammengelegt, vorgezogen oder ins nächste Jahr hinausschoben werden. Maßgeblich für die Steuererklärung ist dabei das Zahlungsdatum, nicht das Rechnungsdatum.

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